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Antike Stätten: Caiva-Tempel bei Gerolstein

Der Tempelkomplex auf dem Dolomitplateau bei Gerolstein

Der Tempelkomplex auf dem Dolomitplateau bei Gerolstein

Anschrift:

Der Tempel liegt auf einem Dolomit-Felsplateau oberhalb von Gerolstein. Keine postalische Anschrift.

Anfahrt:

Gerolstein liegt in der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Es ist vor allem bekannt durch seine Sprudelquellen, die bereits von den Kelten und Römern genutzt wurden.

Eine direkte Anfahrt des Tempels „bis vor den Tempeleingang“ ist nicht möglich. Der Tempel befindet sich oberhalb von Gerolstein auf dem Dolomitplateau „Hustley“ und ist nur zu Fuß zu erreichen. Direkt am Tempelkomplex führen sowohl der Vulkanweg des Eifelvereins als auch der Eifelsteig vorbei, so daß er über zwei gut markierte Wege erwandert werden kann.

Die

Die „Munterley“, die Dolomitfelsen oberhalb von Gerolstein, sind die erste Station auf dem Weg zum Tempel

Der Tempel auf dem Plateau kann von zwei Richtungen aus erreicht werden: durch einen Aufstieg aus Gerolstein-Mitte hinauf auf das spektakuläre Munterley-Dolomitplataeu oder vom anderen Ende der Hochfläche aus, wo sich die Kasselburg mit einem Adler- und Wolfspark befindet.

Wir empfehlen, den Tempel aus Gerolstein über die Munterley zu erwandern, da der Weg weitere attraktive Sehenswürdigkeiten bietet. Außerdem dient die Munterley als Aussichtspunkt über die Umgebung, die für den archäologisch interessierte Besucher auch einen Blick auf die gegenüber liegende, 617 m hohen Dietzenley erlaubt, eine 240 Meter lange keltische Höhenfestung auf einem steilen Basaltfelsen – der höchsten Erhebung im Gerolsteiner Land.

Für körperlich oder gesundheitlich eingeschränkte Personen ist der Weg über die Kasselburg geeigneter, da der Weg über die Munterley wegen der Felsen und schmalen Pfade stellenweise anspruchsvoll ist. Er ist auf keinen Fall für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen geeignet!

Die Anreise erfolgt nach Gerolstein, wo man an einem der zentralen Parkplätze (am „Rondell“ oder an der Kyll) parken kann. Die Parkplätze sind montags bis samstags gebührenpflichtig, sonntags ist das Parken kostenlos.

Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Gerolstein sehr gut zu erreichen. Es gibt einen Bahnhof, der regelmäßig von den Regionalzügen aus Köln und Trier angefahren wird.

Wanderung zum Tempel

Da der Tempel erwandert werden muß und unser empfohlener Weg an einigen interessanten Wegmarken vorbeiführt, weichen wir in diesem Artikel einmal von unserem üblichen Aufbau ab und beschreiben den Weg zum Tempel ausführlicher. Der Tempel selbst wird wie gewohnt in den folgenden Abschnitten beschrieben.

Alle Wege führen zum Tempel!

Alle Wege führen zum Tempel!

Unser Tipp: Vor dem Aufstieg kann man die Gelegenheit nutzen, im nahen Park an der öffentlichen Zapfstelle „Helenenquelle“ seine Wasserflasche mit frischem (kostenlosem) Gerolsteiner Sprudel aufzufüllen.

Eine Bemerkung vorweg: der Aufstieg zur Munterley ist zwar nicht sehr lang, aber relativ steil (es müssen in kurzer Zeit 195 Höhenmeter überwunden werden). Er folgt schmalen Pfaden und über Dolomitfelsen. Wanderschuhe bzw. festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich.

Von Gerolstein-Mitte aus überquert man zu Fuß die Eisenbahnbrücke in Richtung der markanten Dolomitfelsen, die den Ort überragen. Zwischen dem „Cafe Dolomiten“ und einem Eiscafe führt ein beschilderter Fußgängerweg durch ein Wohngebiet hoch in Richtung des Felsplateaus. Hier folgt man den Schildern „Munterley“, die die erste Station auf dem Weg zum Tempel darstellt. Der Tempel selbst, der im Volksmund „Juddekirchhof“ genannt wird, ist nicht ausgeschildert, so daß man sich am besten an Schildern in Richtung „Munterley“, „Papenkaule“ und Buchenlochhöhle“ orientiert, die alle auf dem Weg zum Tempel liegen.

Das Wohngebiet wird schon nach wenigen Aufstiegen über Straßen und Treppen zurückgelassen; stattdessen führt der Weg in den Wald hinein. Hier orientiert man an Abzweigungen immer nach oben. Kurz unterhalb der Munterley-Felsen teilt sich der Weg in den (beschilderten) Wanderweg und einen steilen Fußweg, der unmittelbar nach oben führt. Dieser Fußweg ist eine sehr gute Abkürzung, die in wenigen Minuten hoch auf das Felsplateau führt. Hier ist jedoch Trittsicherheit und gelegentlich sogar Zuhilfenahme der Hände an den Dolomitfelsen notwendig. Der Weg wird jedoch regelmäßig genutzt und ist nicht zu übersehen oder zu verlieren.

Von der Munterley aus hat man eine gute Aussicht auf die Umgebung

Von der Munterley aus hat man eine gute Aussicht auf die Umgebung

Wer es gemächlicher (aber auch langwieriger) mag, folgt aus Gerolstein-Mitte dem „G“-Symbol, das den Gerolsteiner Dolomitenweg kennzeichnet und der in vielen Serpentinen auf den Gipfel hinaufführt.

Die Munterley, das markante, mit einer Schutzhütte und einer Flagge markierte Felsplataeu, ist die erste Station auf dem Weg und ein toller Aussichtspunkt. Hier gibt es eine Tafel, auf der die Umgebung und die Entstehung der Dolomiten erläutert wird. Die Gegend, die von den keltischen Treverern besiedelt war, ist reich an keltischen Spuren, wie der Höhenfestung auf dem Felsplateau der Dietzenley, die von der Munterley aus gesehen werden kann. Die Dietzenley selbst lohnt sich ebenfalls als Ausflugsziel für den (keltisch interessierten) Wanderer; auf ihrem Gipfel steht ein hölzerner Aussichtsturm.

Von der Munterley aus folgt man dann der Beschilderung zur „Papenkaule“, einem Trockenmaar, und der „Buchenlochhöhle“, einer begehbaren, etwa 30 Meter tiefen Höhle im Felsgestein, die steinzeitlich besiedelt war. Nach etwa 10 Minuten folgt ein weiterer Aussichtspunkt über die Eifellandschaft.

Der Weg zur Buchenlochhöhle

Der Weg zur Buchenlochhöhle

Der Weg zur Buchenlochhöhle führt durch Wald und an spektakulären Felsen entlang, ist aber nicht mehr so steil oder unwegsam wie der eigentliche Aufstieg, sondern zeichnet sich durch milde Steigungen und Gefälle aus, die sich abwechseln.

In die Buchenlochhöhle führt eine Holztreppe (mit einer Fledermauszählanlage). In der Höhle kann man sich frei bewegen. Sie ist konstant 8 Grad kalt und feucht. Weitere Informationen liefern die Infotafeln der Geo-Route, die an markanten Punkten aufgestellt sind.

Nach der Höhle folgt man dem Weg weiter in Richtung der Papenkaule. Nach Wald und Fels erreicht man das unbewaldete, offene Hochplateau, das im Sommer wenig Schatten bietet und im Frühjahr und Herbst recht windig sein kann. Der Weg führt an dem markanten Vulkankrater entlang, der bis vor 10.000 Jahren aktiv war. Der mit Gras und niedrigen Pflanzen bewachsene kreisrunde Krater ist im Gelände sehr gut erkennbar.

Die Felslandschaft bietet bisweilen mystische Momente!

Die Felslandschaft bietet bisweilen mystische Momente!

Hinter dem Krater trifft der Fußweg auf einen asphaltierten Weg, dem man bis zum Tempel folgt. Hier an der Kreuzung liegt ein Grillplatz und damit verbunden leider auch die negativen Begleiterscheinungen – Müll, wohin das Auge sieht. Der Grillplatz selbst sowie die umliegenden Büsche und Wege sind mit diversen Abfällen übersät, leider fühlen sich offenbar nicht nur die Grillenden gehalten, hier einfach ihren Müll liegenzulassen, sondern auch andere Leute nutzen die Gelegenheit, hier unerwünschtes Zeug loszuwerden. Leider verbreitet sich dieser Müll durch Wind und Wetter dann auch im weiteren Umfeld des Grillplatzes; hier ist auch die Stadt gefragt, etwas stärker für Ordnung und Kontrollen zu sorgen, was offenbar nicht konsequent erfolgt.

Am Grillplatz wendet man sich auf dem asphaltierten Weg nach links. Bereits hinter der nächsten Kurve sieht man in der Ferne den Tempelkomplex liegen. Der Weg schlängelt sich über die offene Hochfläche, bis er das Tempelgelände erreicht, das einen eigenen kleinen Zuweg hat. Der Tempel selbst ist umzäunt und mit einer Schranke versehen. Er ist so weithin sichtbar, daß er von diesem Punkt aus nicht verfehlt werden kann.

Da es sich nicht um einen Rundweg handelt, hat man nach dem Tempelbesuch die Wahl, den gleichen Weg zurück zu nehmen, wobei wir hier von der Munterley aus den Abstieg über den gemächlicheren, aber längeren „G“-Weg empfehlen, oder man setzt den Weg zur etwa 2,5 km entfernten Kasselburg fort (wo man den Adler- und Wolfspark besuchen kann) und geht dann im Tal am Fluß Kyll entlang zurück nach Gerolstein. Wir bevorzugen den Rückweg über die Munterley, da er landschaftlich spannender ist, als im Tal zurückzuwandern. (mehr …)

Museen: Rheinisches Landesmuseum Bonn

Das Museum ist sehr modern aufgemacht

Das Museum ist sehr modern aufgemacht

Anschrift:

Rheinisches Landesmuseum Bonn, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn

Anfahrt:

Das Museum liegt direkt hinter dem Hauptbahnhof Bonn und ist von diesem in ca. 2 Minuten zu Fuß zu erreichen. Aufgrund der üblichen schwierigen Parkplatzsituation einer Großstadt, insbesondere in Bahnhofsnähe, empfehlen wir eine Anreise mit der Bahn (oder Park & Ride). Ansonsten hat Bonn über die Innenstadt verteilt mehrere Parkhäuser im Bereich der Fußgängerzone.

Zum Museum gelangt man, wenn man den Hauptbahnhof nicht durch den Vorderausgang verläßt, d.h. in Richtung Fußgängerzone, sondern durch den Hinterausgang (jenseits von Gleis 5). Von dort wendet man sich nach rechts und erreicht nach kurzer Zeit das Museum. Es ist auch gut ausgeschildert und mit seiner Holz- und Glasfassade schon von weitem zu erkennen.

Von der Innenstadt Bonn aus geht man am besten durch den Bahnhof (oder unter dem Bahnhof durch den U-Bahn-Bereich) oder durch eine der Bahnhofsunterführungen, um auf die Rückseite des Bahnhofs zu gelangen.

Sammlung:

Im Themenbereich "Von vielen Göttern zu einem Gott"

Im Themenbereich „Von vielen Göttern zu einem Gott“

Das „Rheinische Landesmuseum Bonn für Archäologie, Kunst und Kulturgeschichte“ ist das größte Museum des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und verfügt über umfangreiche Sammlungen zur Kulturgeschichte des Rheinlandes. Die Dauerausstellung beginnt mit der Steinzeit und den Original-Funden (!) aus dem Neandertal, widmet einen großen Teil der römischen Zeit (über die hier ansässigen Römer, Ubier und Kelten) sowie den Franken, und erstreckt sich dann über Mittelalter bis zur Moderne. Hierbei sind neben archäologischen Funden, Gegenständen und Figuren auch zahlreiche Gemälde ausgestellt.

Daneben gibt es ständig Wechselausstellungen, so z.B. im Jahr 2014 „Römische Großbronzen am UNESCO-Weltkulturerbe Limes“ und „Eiszeitjäger – Leben im Paradies?“. Außerdem ist eine neue Dauerausstellung über „Die Kelten – Ambiorix und Co“ im Aufbau, die sich vor allem mit den hier ansässigen Treverern und Eburonen befasst.

Das Museum erstreckt sich über mehrere Etagen und ist nicht nach Epochen gegliedert, sondern thematisch in 9 Themenkomplexen. So finden sich römische Funde sowohl in der Abteilung „Von vielen Göttern zu einem Gott“ als auch in „Macht und Mächtige“ oder „Lebens- und Wohnformen im Wandel“ und in den anderen Themenbereichen überall im Museum. Diese Aufteilung ist erst einmal ungewohnt, weil man eine chronologische Abfolge erwartet, erschließt sich dem Besucher dann aber schnell, weil es das konsequent vertretene Grundkonzept dieses Museums ist, indem die unterschiedlichen Epochen „innerhalb der Themenkomplexe in einen Dialog miteinander treten“ (wobei die Mischung aus „klassischen“ Epochen mit teils sehr moderner Kunst des 20. Jahrhunderts vermutlich nicht immer jedermanns Geschmack trifft).

Speziell im römischen Bereich umfasst die Sammlung hervorragend erhaltene Stücke aus dem Rheinland, vor allem aus Bonn, Köln und dem Eifelraum. Hierbei sind insbesondere die sehr gut erhaltenen Matronen-Weihesteine und Altäre hervorzuheben, die typisch für die Region sind. Noch heute zu besuchende Matronen-Heiligtümer finden sich überall im Bonner und Eifeler Raum, z.B. in Nettersheim oder Nöthen-Petsch und insbesondere unter dem Bonner Münster befand sich ein großes Heiligtum.

Ein weiterer besonderer Fund ist der in Xanten gefundene Grabstein des Hauptmanns Marcus Celius, der in der Varusschlacht fiel. Dieser Grabstein ist der einzige archäologische Hinweis auf die Varusschlacht.

Daneben gibt es zahlreiche Funde aus dem Legionslager und vicus in Bonn sowie viele Funde aus der Hauptstadt Köln bis hin nach Xanten, die zum Teil Einmaligkeitscharakter nördlich der Alpen besitzen. Die Sammlung umfasst Weihesteine und Grabsteine, Alltagsgegenstände aus Zivilleben und Militär, Mosaike, Wandmalereien, religiöse Gegenstände wie Götterfiguren, Handwerksausrüstung, Münzen und Grabbeigaben.

Auch die Interaktion und gegenseitige Beeinflussung der römischen, keltischen und germanischen Bevölkerung und Kultur im Rheinland wird anschaulich dargestellt.

Die Sammlung ist gut beschriftet (die Texttafeln sind allerdings nur auf Deutsch).

Der Celius-Stein ist der einzige archäologische Hinweis auf die Varusschlacht

Der Celius-Stein ist der einzige archäologische Hinweis auf die Varusschlacht

Daneben ist es möglich (und empfehlenswert!), sich einen der kostenlos erhältlichen Audio-Guides auszuleihen, denn für alle Abteilungen und viele hervorgehobene Fundstücke gibt es weiterführende Hintergrundinformationen, die man sich durch Eingabe einer Nummer über Kopfhörer anhören kann. Dabei hat man die Wahl zwischen Erklärungen für Erwachsene oder Erklärungen für Kinder, auf deutsch oder englisch und sogar Erklärungen in Gebärdensprache, die auf dem kleinen Monitor des Audio-Guides dargestellt werden. An einigen Stationen gibt es auch kurze Filme, die man sich ebenfalls auf dem Audio-Guide anschaut. Zudem stehen an verschiedenen Orten des Museums Ledersessel mit Kopfhörern, an denen man sich Musikbeispiele aus den unterschiedlichen Epochen anhören kann (als römische Musik sind hier zum Beispiel Stücke von Synaulia zu hören).

Die didaktische Aufbereitung der Sammlung ist durch die Kombination aus Texttafeln, Audio-Erklärungen und Multimedia ausgezeichnet und es werden gut aufbereitete, tiefgehende Hintergrundinformationen zu den Fundstücken und Themenkomplexen vermittelt.

Das Gebäude wurde im Jahr 2003 komplett neu gestaltet mit einer Fassade aus Holz und Glas. Im Zuge dieser baulichen Neugestaltung wurde auch die inhaltliche Ausrichtung zu einem „Themenmuseum“ vorgenommen und die gesamte Sammlung neu strukturiert.

Die Gestaltung ist sehr großzügig und weitläufig, die Objekte sind gut präsentiert und ausgeleuchtet. Die hohe, offene Glasdecke vermittelt ein Gefühl von Raum, und Spezialthemen sind in besonders gestalteten Nebenräumen mit klaren Farben präsentiert. Das ganze Museum kann auf einer Art Rundweg durchwandert werden. Durch die weitläufigen Räumlichkeiten wirkt es nie voll und gedrängt, selbst wenn viele Besucher unterwegs sind.

Daneben beinhaltet das Museum eine öffentliche Bibliothek mit 200.000 Bänden, die als eine der größten Museumsbibliotheken Deutschlands gilt.

Die Restaurierungswerkstätten zählen zu den modernsten Europas.

Weiterführende Informationen:

Öffnungszeiten: 

Das Museum ist Dienstags bis Freitags sowie Sonntags von 11  – 18 Uhr geöffnet, Samstags von 13 – 18 Uhr. Montags geschlossen.

Eintrittspreise:

8€ Erwachsene, 6€ ermäßigt (Studenten bis 27 Jahre und Senioren ab 65 Jahre). Uni-Seminare mit Dozenten sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre haben freien Eintritt.

Es ist möglich, Karten im Vorverkauf zu erwerben, die dann auch ein Ticket für den VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) beinhalten, um stressfrei mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Museum zu gelangen.

Öffnungszeiten der Bibliothek: Montags bis Freitags 8 – 16 Uhr.

Sonstiges:

Matronensteine sind typisch für das Rheinland und die Eifel

Matronensteine sind typisch für das Rheinland und die Eifel

Das Personal ist sehr aufmerksam und freundlich. So wird einem am Eingang der Aufbau des Museums erklärt und ein Rundgang empfohlen. Außerdem legen einem die Mitarbeiter den Audio-Guide ans Herz, der kostenlos (gegen Abgabe eines Pfandes wie ein Personalausweis) an der Audioguide-Theke zu erhalten ist. Es empfiehlt sich, diesen Guide mitzunehmen, auch weil darauf Filme an verschiedenen Stationen gezeigt werden.

Die Mitarbeiter, die in den einzelnen Abteilungen vor Ort sitzen, sind stets unaufdringlich und man hat (im Gegensatz zu manch anderen Museen) nie das Gefühl, auf Schritt und Tritt verfolgt und belauert zu werden. Stattdessen sind sie hilfsbereit und erkundigen sich nach dem Interessenschwerpunkt, um einem den Weg zu weisen. Das sorgt für eine entspannte Atmosphäre.

Es gibt kostenlose Schließfächer für Jacken und Taschen, außerdem einen Museumsshop, der einige römische Repliken von ausgewählten Museumsstücken anbietet (die sich zum Teil, da es sich um echte Bronze oder Gold handelt, auch im dreistelligen Kostenrahmen bewegen). Daneben gibt es die üblichen römischen Devotionalien wie Terra Sigillata, Bücher, günstigere Kunststoff-Repliken (z.B. der Matronen und des Grabsteines des Caelius), Postkarten sowie Spielzeug, Kühlschrankmagneten und allerlei anderen Schnickschnack.

Das Museum ist komplett barrierefrei und für Rollstuhlfahrer geeignet, die mit Aufzügen und auf Rampen zwischen den Etagen wechseln können. Daneben sind die optionalen Erklärungen im Audio-Guide in Gebärdensprache und einfacher Sprache vorbildlich.

Für Kinder gibt es zwei Spiel- und Erlebnisbereiche (Römerzeit und Steinzeit), die von einem pädagogischen Mitarbeiter betreut werden.

Es werden zahlreiche unterschiedliche Führungen angeboten, sowohl durch die Dauerausstellung als auch durch die Wechselausstellungen. Hierbei gibt es auch zielgruppenspezifische Führungen, zum Beispiel Kinder- und Erlebnisführungen. Außerdem gibt es regelmäßige Vortragsreihen, vor allem im Rahmen der Sonderausstellungen, sowie andere Veranstaltungen wie Workshops und Matineen.

Das Fotografieren ist in der Dauerausstellung erlaubt, allerdings nur ohne Stativ und ohne Blitz.