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Antike Stätten: Kybele-Kultstätte Neuss (Fossa Sanguinis)

Der Schutzpavillon am Gepaplatz

Der Schutzpavillon am Gepaplatz

Anschrift: 

Kybele-Kultstätte, Gepaplatz, 41468 Neuss-Gnadental.

Anfahrt:

Die Kultstätte befindet sich aus Schutzgründen in einem eigenen bungalowartigen Betongebäude am Ende des Gepaplatzes (Sackgasse in einem Wohngebiet).

Parkmöglichkeit besteht im Wendehammer der Sackgasse.

Weiterführende Informationen:

Hintergrund:

Die Grube

Die Grube

Der spätantike Keller wurde 1956 bei einer Notgrabung des Rheinischen Landesmuseums Bonn im Bereich des ehemaligen römischen Militärlagers in Novaesium (Neuss) entdeckt. Dabei handelte es sich um einen quadratischen Keller von 1,80 Meter Breite, dessen Wände aus älterem Baumaterial aus diversen anderen sakralen Orten gemauert wurden. Unter anderem fand man im Baumaterial Reste einer wiederverwerteten Jupitersäule sowie zwei Weihealtäre für unbekannte Gottheiten und einen Weihealtar für Jupiter optimus maximus.

Der merkwürdige Aufbau des Kellers, in den auf zwei Seiten jeweils einige Treppenstufen hinabführen wie in ein Becken, gab seinerzeit Anlaß zu der Vermutung, daß es sich um einen Taufkeller  („Blutgrube“) des Magna-Mater-Kultes (die römische Entsprechung der kleinasiatischen Kybele) gehandelt hatte. Der Boden bestand aus Stampflehm und war mit Dielen ausgelegt. Das Becken deutete man als Taurobolium, das für Bluttaufen innerhalb des Mysterienkultes verwendet wurde. Hierbei wurde der Aspirant (nach Prudentius) in die Grube gestellt, diese wurde dann mit Holzplanken bedeckt, in die Löcher gebohrt waren und dann wurde über ihm im Rahmen des Initiationsrituals ein Stier getötet, so daß er mit dessen Blut getränkt wurde. Ob die Kulthandlung der „Stierniederwerfung“ tatsächlich so durchgeführt wurde, wie von Prudentius beschrieben, ist mittlerweile umstritten; neuere Interpretationen anhand von Inschriften deuten die Handlungen als symbolisch im Rahmen der Kastration des Stieres.

Im Umfeld des Tempels wurden zwei tönerne Votivfiguren gefunden, sowie die Statue einer sitzenden Göttin. Ob es sich hierbei um Kybele handelt, ist unklar. Heute geht man eher davon aus, daß es sich um die lokale westgermanische Muttergöttin Sunuxal handelt, die am ganzen Niederrhein verehrt wurde.

Um die Grube herum führt ein Rundweg mit Infotafeln und Vitrinen

Um die Grube herum führt ein Rundweg mit Infotafeln und Vitrinen

Das verbaute Mauerwerk deutet darauf hin, daß der Keller um ca. 300 erbaut wurde. Anhand von zahlreichen Münzfunden weiß man außerdem, daß er um 346 n.Chr. wieder verfüllt wurde. Die Nutzung fiel in die Zeit massiver Frankeneinfälle am Niederrhein, die bereits zu einem dramatischen Niedergang der römischen Kultur, Technik und Wirtschaft in der Region geführt hatten.

Eine sakrale Nutzung wird auch von der neueren Forschung vermutet, jedoch gilt die ursprüngliche These, daß es sich um eine Fossa Sanguinis des Kybele-Kultes handelte, heute als fragwürdig. Es könnte sich auch um eine frühchristliche oder heidnische Anlage (zum Beispiel für Sunuxal oder Matronae) gehandelt haben. Für letzteres sprechen die eingemauerten Reste von Weihealtären und der Jupitersäule, die durchaus von Germanen verschleppt worden sein könnten.

Dennoch gilt dieser Bau als einzigartig; nirgendwo sonst im Römischen Reich wurde ein ähnliches Gebäude entdeckt. Der Kult der Kybele selbst ist auch für die Nordprovinzen nicht ungewöhnlich, da er mit Legionären in alle Teile des Reichs verbreitet wurde, wie auch zum Beispiel nach Mainz, wo sich ein großer Magna-Mater-Tempel befindet.

Zu weiterführenden Informationen bezüglich der welchselhaften Interpretationsgeschichte der Kultstätte empfehlen wir den fundierten Artikel „Kultkeller und Heiliger Bezirk“ des Archäologen Jürgen Franssen.

Erhaltungszustand:

In den Vitrinen sind Fundstücke aus der Umgebung ausgestellt (Repliken)

In den Vitrinen sind Fundstücke aus der Umgebung ausgestellt (Repliken)

Um die Ausgrabungsstelle zu schützen, errichtete das Clemens-Sels-Museum in Neuss einen Pavillon aus Beton als Schutzbau über der freigelegten Grube.

Darin wurde rund um die Grube ein Umgang angelegt, der es erlaubt, sie von allen Seiten zu betrachten (Betreten der Grube selbst ist aus konservatorischen Gründen nicht möglich). Außerdem befinden sich an den Wänden im Inneren des Pavillons zahlreiche gut aufbereitete Informationstafeln, die über den Kybele-Kult informieren, sowie über den Stand der Forschung bezüglich dieser Ausgrabungsstelle. Vitrinen zeigen außerdem einige Fundstücke aus der Region (als Repliken).

Die Erhaltung ist, dank des geschützten Ortes, sehr gut. Die Anlage wurde im Jahr 2001 nach einem Einbruch restauriert, bei dem Repliken aus den Vitrinen gestohlen wurden und zudem ein Teil des oberen Mauerrandes beschädigt worden war.

Im Außenbereich des Pavillons befindet sich zudem eine Jupitersäule.

Eintrittspreise, Zugänglichkeit und Führungen:

Jupitersäule vor dem Pavillon

Jupitersäule vor dem Pavillon

Der Eintritt ist frei.

Das Gebäude ist abgeschlossen, aber den Schlüssel kann man sich bei Familie Heischkamp, Gepaplatz 3, abholen und nach dem Ende der Besichtigung einfach wieder in ihren Briefkasten werfen. Eine vorherige telefonische Terminabsprache unter 02131-120669 oder 02131-101203 wird empfohlen, damit man nicht vor verschlossenen Türen steht. Ansonsten kann man sein Glück täglich (auch samstags und sonntags!) zwischen 10 und 18 Uhr versuchen.

Da das Gebäude zur archäologischen Abteilung des Clemens-Sels-Museums in Neuss gehört, können mit diesem auch archäologische Fachführungen vereinbart werden: Telefonisch unter 02131-904141 oder per E-Mail an: museum@stadt.neuss.de.

Da man sich alleine im Tempel befindet, ist Fotografieren kein Problem.

Götterwelt: Isis

Herkunft, Zuständigkeiten und Bezeichnungen:

Die ägyptische Göttin Isis zog im Laufe des 1. Jahrhunderts v. Chr. in die römische Glaubenswelt ein und erlangte dort insbesondere während der Kaiserzeit große Popularität. Ihr Kult hielt sich bis in die Spätantike (ca. 500 n.Chr.), ihr großes Fest Navigium Isidis am 5. März wurde in Italien bis ins Jahr 416 n. Chr. gefeiert.

Isis in typisch römischer Darstellung mit Sistrum, Situla und Isisknoten

Isis in typisch römischer Darstellung mit Sistrum, Situla und Isisknoten

Einzug fand Isis über die Griechen, die große Verehrer der ägyptischen Kultur waren, und Isis bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. in ihren Pantheon integrierten. Mit dem Fall Ägyptens, das im Jahr 30 v. Chr. zu einer römischen Provinz wurde, etablierte sich der Kult endgültig auch im Römischen Reich.

Mit Legionären breitete er sich über das ganze Reich aus, so daß Isis-Tempel bis hin ins entfernte Britannien (London) und Germanien (Mainz) zu finden waren. Inschriften und Schreine für sie sind aus allen Provinzen des Reichs bekannt, so aus Spanien, Gallien, Arabien oder Pannonien (das heutige Ungarn) und im Noricum (Donauraum). Auch in Pompeji fand man zahlreiche Wandgemälde und Statuen dieser Göttin.

Im Jahr 80 v.Chr. errichtete Sulla auf dem Kapitol in Rom einen Isis-Tempel. Da der Isiskult eine Mysterienreligion war (durch die einige Kaiser und auch der Senat sich aufgrund der „Geheimniskrämerei“ bedroht fühlten), war seine Geschichte wechselhaft; einige Kaiser verboten ihn, unter anderem Augustus, der eine Rückkehr zu traditionellen römischen Glaubenswerten anstrebte und seit Marcus Antonius und Kleopatra alles Ägyptische hasste und ihn deshalb innerhalb der Stadtmauern Roms verbot, oder Tiberius, der Isis-Anhänger vertreiben ließ.

Andere Kaiser, die sich zum Ägyptischen hingezogen fühlten, förderten ihn, wie Hadrian, der sich sogar eine Villa im ägyptischen Stil errichten ließ, Trajan, die Flavier und Commodus. Unter Caligula wurde der Isiskult zu einem sacrum publicum erklärt, einem öffentlichen Kult als Teil des Staatskultes. Er war es, der das öffentliche Fest der Navigium Isidis einführte und anläßlich der ersten Feier in Frauenkleidern persönlich an den Mysterienspielen teilnahm.

Gerade in der späten Kaiserzeit war der Isiskult äußerst populär, wie unzählige Statuen und Münzen beweisen. Ihr Haupttempel wurde erst im 6. Jahrhundert durch Kaiser Justinian geschlossen (und alle Priester verhaftet), aber die Zerstörung von Isis-Heiligtümern im ganzen Reich begann unter dem christlichen Kaiser Theodosius im Jahr 391. Im privaten Bereich lebte der Kult lange nach seinem öffentlichen Verbot weiter.

In der ägyptischen Mythologie war Isis die Gattin des Gottes Osiris, der von seinem Bruder Seth zerstückelt wurde. Isis sammelte seine überall im Land verstreuten Körperteile ein und setzte sie wieder zusammen. Daraufhin erwachte Osiris für einen kurzen Moment zum Leben, den Isis nutzte, um sich – in Falkengestalt über seiner Leichenbahre schwebend – von ihm mit einem Sohn schwängern zu lassen, bevor er schließlich verstarb und in die Unterwelt hinabstieg. Der Sohn, Horus, nahm Rache an Seth.

Im griechisch-römischen Kult wurde Isis zur Besiegerin des Todes, der Herrin der Unterwelt und einer Muttergottheit. Im römischen Kultus gab es spezielle Priesterämter und andere Funktionsträger, die aus Ägypten in dieser Weise nicht überliefert sind, so daß der Kult in Rom eine ganz eigene Form annahm und zum Teil henotheistische Züge einer Universalgottheit trug.

Insbesondere unter Frauen und Sklaven war der Kult sehr populär, er stand aber allen Schichten und Geschlechtern gleichermaßen offen, ein Vorteil, den er gegenüber dem Mithraskult hatte, der nur Männern vorbehalten war.

Bedeutende Zentren des Isis-Kultes lagen in Gallien, vor allem in Mittelmeernähe im Raum Massilia (Marseille), von wo aus der Kult sich weiter in das gallische Inland verbreitete. Weitere Zentren des Kultes lagen in Köln, wo sieben Weiheinschriften gefunden wurden, und in Mainz, wo sich das große Isis- und Mater Magna-Heiligtum befand, der aus dem 1. Jahrhundert, vermutlich der Zeit der flavischen Kaiser, stammte und das heute besichtigt werden kann.

Neben ihren Funktionen als Unterwelts- und Muttergöttin galt sie im Römischen Reich auch als Beschützerin der Seefahrer. Auch wandten sich viele Frauen mit Kinderwunsch an sie. Ihre wichtigste und mächtigste Funktion war ihre Fähigkeit, ein vorherbestimmtes Schicksal zu überwinden.

Sphäre:

Himmlisch und Unterwelt.

Attribute und Darstellungen:

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„Isis mit dem Horusknaben“

Isis wurde im römischen Cultus nicht in ihrer ägyptischen, sondern in einer stark romanisierten Form und in römischer Kleidung verehrt.

Römische Darstellungen zeigen Isis mit den typischen Attributen Sistrum (ein rasselndes Hand-Musikinstrument) und einer Kanne (Situla) mit Schlangengriff, die mit Nilwasser gefüllt ist. Ihr Gewand ist mit einem typischen Knoten („Knotenpallas“, „Isisknoten“) vor der Brust geschlossen. Ein charakteristischer Haarschmuck ist ein Uraeus, eine Art Diadem mit einer aufrechten Schlangenfigur und Getreideähren.

Daneben hat sie häufig große Ähnlichkeit mit Fortuna und wird mit deren Attributen dargestellt, dem Füllhorn und dem Steuerruder. Eindeutig erkennbar bleibt sie in ihrer Fortuna zum Verwechseln ähnlich sehenden Darstellung dennoch am Sistrum, das sie oft in einer Hand hält, sowie an einer ägyptisch anmutenden Kopfbedeckung mit Sonnenscheibe oder Kuhhörnern, sowie dem Isisknoten.

In Italien wurde Isis häufig gemeinsam mit ihrem Gefährten Osiris verehrt (der in Griechenland kaum eine Rolle spielte), begleitet von Anubis und ihrem kindlich dargestellten Sohn Horus („Harpokrates„). Mit Osiris wird insbesondere der Aspekt der Auferstehung in den Vordergrund gestellt, die im Isis-Kult des Mittelmeerraums eine zentrale Rolle spielte.

Im gallo-römischen Nordwesteuropa verschob sich der Kult zugunsten des göttlichen Paares Isis und Serapis, indem eine gräzisierte Version des Serapis Osiris als Partner der Isis ersetzte. Er war ein Unterweltsgott, der vor allem mit Jupiter oder Sol identifiziert wurde und im Laufe der Zeit fast die Rolle eines henotheistischen Alleingottes annahm. Das Motiv der Zerstückelung und Auferstehung des Osiris wird hier durch durch den Aspekt des Unterweltsgottes als Bringer des Getreides und der Ernte und dadurch auch der Fruchtbarkeit abgelöst, was durch seine Kopfbedeckung, den „Modius“ (ein Meßbecher für Getreide) symbolisiert wird. Zuerst tritt er als „Osiris-Apis“ in Erscheinung, eine Vermischung von Osiris mit dem kultisch verehrten Apis-Stier, was über die Verkürzung von Osarapis zu Serapis wurde. Seine ikonographische Darstellung im römischen Cultus ähnelt stark der des Jupiter als älterer, bärtiger Mann mit gelocktem Haar.

In der Interpretatio Romana erfuhr Isis viele Gleichsetzungen mit anderen Göttinnen, so vor allem mit Ceres, Diana und Juno. Auch wurde sie zum Teil mit der ägyptischen Göttin Maat zu Dikayosyne – der Personifikation der Gerechtigkeit – sowie mit Persephone verschmolzen. Sie erhielt so viele Beinamen und Bezeichnungen, daß sie auch als „Isis Myrionyma„, „Göttin mit den tausend Namen“ bezeichnet wurde (unter anderem bei Plutarch in De Isiride et Osiride). Ein anderer häufiger römischer Beiname war „Isis Invicta„, die Unbesiegte.

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Relief der Isis und des Serapis im Tempel von Tawern

In Mainz wurde Isis als Isis Panthea verehrt, „Isis Allgöttin“, die ebenfalls in henotheistischer Weise andere Götter und Göttinen vereint und ersetzt. Dies ist bei diversen Funden an einer Attributhäufung zu erkennen, indem Attribute zahlreicher anderer Götter und Göttinnen in einer Darstellung vereint werden. Neben der zuvor erwähnten Fortuna finden sich auch die Schlange, der Blitz des Jupiter, der Hirtenstab des Pan, Hammer des Vulcanus, Jagdköcher der Diana und der Spiegel der Venus.

Eine Inschrift aus Capua deutet ebenfalls auf die Konzentration der Isis als Allgöttin hin: „Una quae es omnia dea Isis“ – „Die eine, die Du alle bist, Göttin Isis“. Dies ist typisch für den Isis- und Serapiskult, da auch Serapis zahlreiche göttliche Funktionen und Götter in sich vereinte, vom Unterwelt- und Fruchtbarkeitsgott bis zum Sonnengott.

Die Funktion der Isis als Allmutter, die zahlreiche Göttinnen in sich vereinte, geht sehr gut aus diesem Gedicht des Apuleius in „Der Goldene Esel“ hervor (11,5):

Ich, Allmutter Natur, Beherrscherin der Elemente, erstgeborenes Kind der Zeit, Höchste der Gottheiten, Königin der Geister, Erste der Himmlischen;

ich, die ich in mir allein die Gestalt aller Götter und Göttinnen vereine, mit einem Wink über des Himmels lichte Gewölbe, die heilsamen Lüfte des Meeres und der Unterwelt vielbeklagtes Schweigen gebiete.

Die alleinige Gottheit, welche unter so mancherlei Gestalt, so verschiedenen Bräuchen und vielerlei Namen der ganze Erdkreis verehrt: mich nennen die Erstgeborenen aller Menschen, die Phrygier, Göttermutter von Pessinous; ich heißte bei den Athenern, den Ureinwohnern Attikas, kekropische Minerva, bei den inselbewohnenden Zypriern Venus von Paphos, bei den bogenschießenden Kretern netzwerfende Diana, bei den dreisprachigen Siziliern unterweltliche Proserpina, bei den Euleusiniern Urgöttin Ceres.

Andere nennen mich Juno, andere Bellona, andere Hekate, Rhamnousia wieder andere. Sie aber, welche die aufgehende Sonne mit ihren ersten Strahlen beleuchtet, die Äthiopier beider Länder, und die Besitzer der ältesten Weisheit, die Ägypter, die mich mit den angemessensten eigensten Gebräuchen verehren, geben mir meinen wahren Namen: Königin Isis.

Aus dem Tempelkomplex bei Tawern an der Mosel kennt man ein Relief, das Isis und Serapis als Paar zeigt. Interessant ist an dieser Darstellung, daß Serapis ein für ihn untypisches Gewand trägt, wie man es von Darstellungen des Sucellus kennt, einem an der Mosel sehr beliebten Weingott. Isis trägt in diesem Relief eine Situla mit heiligem Wasser und ein Sistrum. Aus diesem Fund allein ist jedoch nicht darauf zu schließen, daß Isis und Serapis in diesem (hauptsächlich Merkur geweihten) Tempelkomplex verehrt wurden; vielmehr geht die Forschung davon aus, daß ein Reisender dieses Relief zwecks Einlösung eines Gelübdes in den Tempel gebracht hat, der an der stark frequentierten Fernstraße von Metz nach Trier lag.

Eine ebenfalls verbreitete Darstellung in der Ikonografie ist die sitzende Mutterfigur mit dem Horuskind auf dem Schoß („Isis mit dem Horusknaben„). Diese Darstellung findet sich in der Figur der Muttergottes mit dem Jesuskind wieder, die möglicherweise von den frühen Christen – ebenfalls ein römischer Mysterienkult – übernommen wurde, da nicht auszuschließen ist, daß die römischen Mysterienkulte sich gegenseitig beeinflußten.

Auch wurden ihre Attribute als „in der Not helfende Muttergöttin“ in das Christentum übertragen, so daß diese überaus populäre Göttin auf diese Weise auch für die frühen Christen erhalten blieb, ohne daß sie weiter „heidnischen“ Kulten folgen mußten. Auch die im Konzil von Ephesus im Jahre 431 festgelegte Rolle der Maria als „Gottesgebärerin“ schreibt diese Rolle der Maria theologisch fest, so daß viele Elemente des (spezifisch römischen) Isis-Kultes im Marienkult erhalten blieben.

Opfergaben: 

Weihegaben aus dem Isis-Tempel in Mainz (August 2013)

Weihegaben aus dem Isis-Tempel in Mainz (August 2013)

Opfergaben sind insbesondere aus den Isistempeln in Mainz und London überliefert.

Zu den typischen Opfergaben gehörten Öllämpchen, Weihrauch und Früchte. Auf Altären (in Mainz ein Opferaltar aus Muschelkalk) verbrannt wurden Datteln, Feigen, Getreidekörner und Pinienkerne. Zahllose Funde von Tierknochen (unter anderem kleine Singvögel, Fische und Hühner) zeigen, daß auch Tieropfer üblich waren.

Daneben fanden sich in Mainz kleine Statuetten wie ein umschlungenes Liebespaar, ein Stier mit Opferbinde, eine Venusstatuette und ein kleiner Mercurius mit Geldsack, tönerne Tierfiguren sowie Münzen und Inschriftentafeln.

Brandopfer waren eine gängige Praxis zur Erflehung zur Hilfe und Beistand durch die Göttin.

Kulttiere: 

Kuh und Stier, Vögel und Fische.

Feiertage:

Die wichtigsten Feiertage sind Navigium Isidis („Schiff der Isis“) am 5. März und Inventio Osiridis („Das Auffinden des Osiris“) vom 28. Oktober bis 3. November.

Navigium Isidis ist ein Frühlingsfest, das an Isis‘ Schiffsfahrt nach Byblos erinnert, wo sie Osiris suchte. Mit einer Prozession wurde an diesem Festtag die Schiffahrt wieder eröffnet, die in den Wintermonaten ruhte. Das Fest lag ursprünglich auf dem „ersten Vollmond des Himmelsmonats“ und damit auf einem wechselnden Termin, wurde aber später auf den 5. März festgeschrieben.

Iventio Osiridis symbolisiert das Ende der Suche, als sie Osiris findet und die zerstückelte Leiche zusammensetzt und sie zum Leben erweckt. Diese Geschichte wurde anläßlich des Festes als Mysterienspiel aufgeführt.

Der Isiskult als Mysterienkult

Der Isiskult gehörte, zusammen mit dem Mithraskult, dem Kybele-Kult („Mater Magna“) und dem Christentum zu den wichtigsten römischen Mysterienkulten. Es gab eine eigene römische Priesterhierarchie, Schreiber, Musiker, Astrologen, eine „Schmückerin des Heiligtums“ (ornatrix farni) und Sänger, die Funktionen innerhalb des Kultes ausübten und die im ägyptischen Kult so nicht existierten.

Es sind uns zahlreiche Details der Ritualpraxis aus dem Isiskult überliefert, da ein römischer Dichter ausführlich über sie geschrieben hat: Apuleius beschreibt in seinem Werk „Metamorphosen oder der goldene Esel“ eine Isisprozession und rituelle Handlungen, die verkleidete Priester im Rahmen dieses Umzugs durchführen. Überlieferte Praktiken des Mysterienkultes umfassten unter anderem kultische Bäder, Fasten und das Kleiden in kultische Gewänder und Masken sowie „exotische“ Rituale, die deswegen von vielen als ansprechend empfunden wurden. Das Fasten und die Reinigung durch das Bad symbolisierten den rituellen Tod und die damit mögliche Wiedergeburt.

Auch Kultpraktiken des Serapiskultes, der den ursprünglich mit Isis verbundenen Osiris verdrängt hatte, sind uns durch Quellen überliefert. So spottet der christliche Autor Quintus Septimius Florens Tertullianus über die opulenten Kultmahle, die offenbar das Grillen über offenem Feuer beinhalteten: „Der Rauch beim Serapismahl alarmiert die Feuerwehr“ (Apol 39,15).

Apuleius selbst war in den Isis- und Serapiskult eingeweiht und beschreibt auch einige nicht-öffentliche Rituale aus dem Mysterienkult. Nur das eigentliche Mysterium verrät er nicht, sondern deutet es nur an, mit Verweis auf ein Schweigegelübde: „ich würde es Dir sagen, wenn ich es sagen dürfte: du würdest es erfahren, wenn du es hören dürftest„.

Daß das Mysterium etwas mit der Todeserfahrung und Auferstehung zu tun hat, deutet er zumindest dadurch an, daß er beschreibt, daß er „die Schwelle des Todes übertreten habe, den Göttern gegenüber getreten sei und mitten in der Nacht den Sonnengott habe leuchten sehen“. Auch beschreibt Apuleius ausführlich die Schlange, die eine wichtige Rolle im Isiskult zu spielen schien, und verweist auf Harpokrates, der neben seiner kindlichen Form oft auch mit dem Schlangengott Agathos Daimon gleichgesetzt wurde und in einem korbartigen Weidengefäß, einer Cista mystica, mitgeführt wurde.

Weitere Hinweise auf kultische Handlungen sind auf archäologischen Funden zu finden, wie z.B. einem tönernen Gefäßdeckel aus Westheim bei Augsburg. Auch in Tonmedaillons aus dem 3. Jahrhundert, die möglicherweise aus einer Isis-Wallfahrtsstätte stammten und dort als Devotionalien erhältlich waren, sind Praktiken aus dem Isiskult zu erkennen. Wiederkehrende Motive zeigen hier Isis und Serapis bei einem Kultmahl, begleitet von Anubis und dem als Kind dargestellten Harpokrates mit Füllhorn.

Immer wieder taucht auch in archäologischen Funden das Symbol der Cista mystica auf, zum Beispiel auf Tongeschirr aus Köln, wie es bereits von Apuleius beschrieben wurde.

Männer und Frauen waren im Kult gleichgestellt.

Isis-Tempel in Mainz (August 2013)

Isis-Tempel in Mainz (August 2013)

Im Gegensatz zu der sehr Diesseits-orientierten römisch-heidnischen Religion, war der Isis-Kult (genau wie das Christentum) stark Jenseits-orientiert und verhieß Paradiesvorstellungen nach dem Tod. Eine Kernaussage des Kultes war, daß derjenige, der ein anständiges Leben geführt hatte und ihren Geboten folgte, im Jenseits belohnt werden würde, das also der Zweck des religiösen Lebens im Diesseits eine Belohnung im Jenseits war. Dies machte den Kult für Römer sehr attraktiv, da das Totenreich in der herkömmlichen römischen Religion ein eher unerfreulicher Ort war, mit dem man sich zu Lebzeiten so wenig wie möglich beschäftigte.

Diese Heilserwartung verbindet den Isis-Kult mit dem Mithras-Kult und dem Christentum. Als Mysterienreligion ist diese Heilserfüllung jedoch nur für eingeweihte Mitglieder möglich, so daß eine Aufnahme in den Kult durch Einweihung und Initiationsrituale (wie ein Taufbad) eine Bedingung ist. Durch die vielfältigen Rituale und direktes Erleben der Mysterien ist für die Anhänger eine direkte Erlebbarkeit und Nähe ihrer Göttin gegeben, was ebenfalls ein Charakteristikum für Mysterienkulte ist.

Isis galt als eine sehr „keusche“ Göttin, ihr Kult wurde in späteren christlichen Kreisen (u.a. vom Heiligen Clemens) für seine asketische und asexuelle Ausrichtung gelobt. Praktizierende schoren sich oftmals die Haare und es war üblich, regelmäßig zu besonderen Anlässen für einen bestimmten Zeitraum (meist 10 Tage) zölibatär zu leben. Ihre Tempel galten als Zufluchtsort für Frauen, die sexuell bedrängt wurden.

Hierbei nahm der Kult insbesondere unter Frauen zum Teil auch sehr extreme Züge an, bis hin zu Bußen und Selbstkasteiungen in ekstatischer Frömmigkeit, wie dem Untertauchen im eisigen Tiber im Winter, gefolgt vom Rutschen auf den Knien über das Marsfeld, bis die Knie bluteten.

Caligula ließ auf dem Marsfeld einen gigantischen Isistempel errichten, der aus einer Säulenhalle mit einer Allee bestand, die von Löwen, Obelisken und Sphinxen gesäumt war. Nach einem Feuer im Jahr 80 n.Chr. wurde dieser Tempel – noch prächtiger ausgestattet – von Kaiser Domitian wieder aufgebaut.

Quellen / Weiterführende Literatur:

  • Apuleius: Metamorphosen (der goldene Esel)
  • Plutarch: De Iside et Osiride
  • Imperium der Götter: Isis – Mithras – Christus. Kulte und Religionen im Römischen Reich (Badisches Landesmuseum Karlsruhe, Hrsg.)
  • Gschlössl, Roland: Im Schmelztiegel der Religionen. Göttertausch bei Kelten, Römern und Germanen
  • Merkelbach, Reinhold: Isis regina – Zeus Sarapis. Die griechisch-ägyptische Religion nach den Quellen dargestellt
  • Religio Romana – Wege zu den alten Göttern im antiken Trier (Rheinisches Landesmuseum Trier, 1996)

Link-Empfehlung „über den Tellerrand“

Antike Stätten: Isis- und Mater Magna-Heiligtum in Mainz

Anschrift:

Taberna Archaeologica, Römerpassage 1, 55116 Mainz (Eingang Lotharstraße).

Anfahrt:

Der Eingang zum Heiligtum befindet sich in der Römerpassage

Der Eingang zum Heiligtum befindet sich in der Römerpassage

Das Heiligtum befindet sich im Einkaufszentrum „Römerpassage„, mitten in der Fußgängerzone der Mainzer Innenstadt. Die Passage hat ein eigenes Parkhaus mit 200 Parkplätzen, das über die Emmeransstraße zu erreichen ist.

Da sich in Mainz („Mogontiacum„, ehemalige Provinzhauptstadt Obergermaniens) noch weitere interessante römische Sehenswürdigkeiten befinden, lohnt sich das Parken auf einem zentralen Parkplatz oder Parkhaus und das Erkunden der Stadt zu Fuß. Die ebenfalls in der Fußgängerzone befindliche Touristeninformation bietet kostenlose Stadtpläne an, auf denen auch dieses Heiligtum verzeichnet ist.

Weiterführende Information:

Hintergrund:

Die Inszenierung ist sehr stimmungsvoll

Die Inszenierung ist sehr stimmungsvoll

Bei den Ausschachtarbeiten zum Bau einer Tiefgarage unter dem Einkaufszentrum in der Mainzer Innenstadt wurden im Jahr 2000 die Fundamente eines römischen Tempels entdeckt. Anhand der zahlreichen Kleinfunde wurde festgestellt, daß es sich um einen Tempel handelte, der der ägyptischen Göttin Isis (hier verehrt als Isis Panthea und Isis Regina) sowie der römischen Mater Magna geweiht war.

Er wurde vermutlich vom ersten bis in das dritte Jahrhundert n. Chr. genutzt und gilt als archäologische Sensation, da nördlich der Alpen bislang nur zwei weitere „Isarien“ gefunden wurden (in Köln und London). Unterhalb des Tempels befanden sich 700 Jahre ältere Gräber aus der Hallstattzeit (ca. 680 v. Chr.).

Inschriften deuten darauf hin, daß der Tempel durch das flavische Kaiserhaus gestiftet worden war, dessen Kaiser Vespasian in Alexandria einst vom ägyptischen Gott Serapis die Bestätigung seiner Herrschaft erhalten hatte. Seitdem waren die ägyptischen Götter Teil des flavischen Kaiserkultes. Während der Isis-Kult in Rom schon länger praktiziert wurde (und immer wieder verboten wurde, unter anderem durch Augustus, der alles Ägyptische seit den Vorfällen um Marcus Antonius und Cleopatra haßte), wurde er unter Kaiser Caligula endgültig zu einem offiziellen Kult erhoben. Im entlegenen Germania superior war der Kult zu dieser Zeit jedoch relativ neu und wurde wahrscheinlich von Legionären mitgebracht.

Ursprünglich war geplant, das Heiligtum nach dem Ende der Grabung zuzuschütten (!) und das Parkhaus wie geplant zu errichten, aber dank einer Bürgerinitiative der Mainzer Bevölkerung („Initiative Römisches Mainz e.V.„), die innerhalb kürzester Zeit über 10.000 Unterschriften sammelte, wurde der Tempel erhalten und in die neu gebaute Einkaufspassage integriert.

Heute kann man es durch die „Taberna Archaeologica“ in der Römerpassage betreten, es befindet sich unterhalb des Einkaufszentrums, wo es aufwendig und sehenswert multimedial präsentiert wird.

Das Heiligtum ist kein Tempel in typisch römischer Bauweise, da es weder die Säulenhalle noch den gewohnten Innenraum mit Umgang gibt. Stattdessen handelte es sich um einen ganzen Tempelbezirk mit Umfassungsmauer, in dem sich zahlreiche kleinere Gebäude und Räume befanden, darunter auch eine Latrine. Inmitten der Gebäude lag ein zentraler Innenhof, in dem zahlreiche Brandreste und Opfergaben gefunden wurden.

Putzfragment mit Anubis

Putzfragment mit Anubis

Da die darunterliegende Grabanlage aus der Hallstattzeit zur damaligen Zeit noch als Erdaufschüttung erkennbar war, geht man davon aus, daß der Ort für den Tempel bewußt an diesem „Heiligen Ort“ gewählt wurde. Es wurde sogar ein Gang hinab mitten in die Grabanlage angelegt.

Ein zentraler Brunnen lieferte das für den Isis-Kult notwendige symbolische „Nilwasser“. Drei massive Steine dienten als Altäre. Hunderte bunt bemalter Putzstücke deuten darauf hin, daß die Innenwände nach römischem Brauch bunt bemalt waren. Ausgestellt ist unter anderem ein großes Stück Putz mit dem Bildnis des Anubis mit Heroldsstab und Palme.

Der gesamte Tempel war in Fachwerktechnik erbaut, das Fachwerk jedoch verputzt, und die Dächer geziegelt, wobei viele Ziegel die Legionsstempel der in Mainz ansässigen XXII Prigenia trugen.

Die Ausstellung:

Die Inszenierung des Tempels und der Fundstücke empfinden wir als modern und sehr gelungen. Steigt man über die Treppe hinab in das Heiligtum, ist nichts mehr vom Lärm der Einkaufspassage zu hören. Der ganze Raum ist in Schwarz gehalten, Decke wie Wände, und in die Decke sind Lichtpunkte eingelassen, die an einen Sternenhimmel erinnern. In der Mitte befinden sich die unterschiedlich beleuchteten Mauerreste, zusammen mit herabhängenden, halb transparenten Stoffbahnen, auf die Göttinnenbilder projiziert werden.

Ein Umgang führt um die Ausgrabung herum

Ein Umgang führt um die Ausgrabung herum

An der Außenwand, um das Heiligtum herum, befindet sich erhöht ein Umgang, auf dem man den Tempelkomplex einmal umschreitet. Ein freundlicher und unaufdringlicher Ordner grüßt. Nahe des Eingangs gibt es Infotafeln und Lageplan. Dann werden, während man den Weg entlanggeht, offenbar durch Bewegungsmelder, multimediale Ereignisse ausgelöst.

Zuerst erreicht man eine Stelle, an der mittels eines Hörspiels eine Feier des Isis-Kultes vorgestellt wird, samt Musik und Stimmengewirr. Aus Opferstellen inmitten des Tempels steigt dazu passend Rauch auf.

Es folgt eine Wand mit Vitrinen diverser Fundstücke und Fragmente von Wandputz, unter anderem mit Anubis.

Schließlich erreicht man eine Wand, an der auf einer Leinwand ein Film gezeigt wird, in dem in Spielszenen dargestellt wird, wie eine Frau den Mater Magna-Tempel aufsucht, der auf Verfluchungen, Schadens- und Liebeszauber spezialisiert gewesen zu sein schien. All das ist hochgradig verpönt im römischen Kultus, wurde aber natürlich trotzdem (wenn auch bei Nacht und mit verhülltem Gesicht) praktiziert. Die Frau wünscht eine Verfluchung für einen Mann und der Priester formt eine männliche Figur aus Ton, die anschließend in der Mitte zerbrochen und dann mit verdrehtem Oberkörper wieder zusammengesetzt wird. Anschließend wird die Figur begraben. Diese Geschichte basiert auf Fundstücken zahlreicher kleiner, grober Tonfiguren, die ebenfalls im Heiligtum ausgestellt sind.

Übersetzung einer Fluchtafel

Übersetzung einer Fluchtafel

Es stehen zwei Stühle bereit, so daß man während des Films bequem Platz nehmen kann. Ist der Film vorüber, geht es weiter an Vitrinen mit typischen Opferfunden vorbei (Öllampen, Figuren) sowie Schrifttäfelchen mit Verfluchungen (auf Latein und in Übersetzung). An der letzten Wand finden sich – hinter Holzklappen, die man einzeln in die Höhe hebt – Darstellungen von Opfergaben im römischen Ritus in hell erleuchteten, bunten Schaukästen. Damit diese nicht die intensive Atmosphäre stören, die der Tempel ausstrahlt, befinden sie sich hinter den lichtundurchlässigen Klappen, was eine sehr gute Idee ist und belegt, mit welcher Aufmerksamkeit zum Detail die Präsentation des Tempels geplant wurde.

Die sehr dezente Beleuchtung im düsteren Heiligtum und die gute Abschirmung vom Lärm der Einkaufspassage darüber, sorgt für eine angemessene Stimmung der Besucher und man spürt noch die Präsenz des Heiligen an diesem alten Ort.

Außerdem war es, obwohl wir an einem Samstag dort waren, nicht voll dort und man konnte sich in Ruhe hinsetzen und den Ort auf sich wirken lassen. Das multimediale Konzept mit der Mischung aus Ton, Bild, Projektion, Rauch, und dazu die dezent beleuchteten Vitrinen bietet ein rundes und gelungenes Bild, ohne aufdringlich oder reißerisch zu wirken. Empfehlenswert!

Öffnungszeiten:

Montags bis Samstags 10.00 bis 18.00 Uhr. Zusätzliche Öffnungen zu Sonderveranstaltungen wie „Museumsnacht“ oder „Einkaufsnacht“.

Eintrittspreise und sonstiges:

Der Eintritt ist frei! Eine Spende (für den gemeinnützigen Verein „Initiative Römisches Mainz„)  ist aber gerne gesehen und kommt der Erhaltung und Konservierung römischer Stätten zugute.

Das Fotografieren ist erlaubt, sollte jedoch mit einer lichtstarken Kamera ohne Blitz vorgenommen werden, da ansonsten der gelungene Effekt der Beleuchtung nicht zur Geltung kommt.

Oberhalb des Tempels befindet sich mit der Taberna Archaeologica eine Anlaufstelle für Interessierte des Römischen Mainz, die von der „Initiative Römisches Mainz“ betrieben wird. Es gibt auch einen kleinen Museumsshop, in dem einige römische Devotionalien und Repliken, sowie Bücher und Karten verkauft werden.

Führungen können in Absprache mit der Taberna unter 06131-600 749 3 vereinbart werden. Bucht man eine Führung für eine Gruppe, wird während der Zeit der Führung das Museum für die Öffentlichkeit geschlossen und man hat das Heiligtum für sich.

Die Vorstellung der Opfergaben ist hinter lichtundurchlässigen Klappen zu finden

Die Vorstellung der Opfergaben ist hinter lichtundurchlässigen Klappen zu finden

Römische Zauberpuppen

Römische Zauberpuppen

 

Auch zahlreiche andere Kleinfunde sind zu sehen

Auch zahlreiche andere Kleinfunde sind zu sehen