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Antike Stätten: Römische Festungsmauer des Kastells, Remagen

Die Festungsmauer von Rigomagus

Die Festungsmauer von Rigomagus

Anschrift:

Parkplatz hinter dem Rathaus, zu erreichen über die Kirchstraße, den Marktplatz oder die Bachstraße.

Anfahrt:

Zur Anreise nach Remagen und den dortigen Parkmöglichkeiten verweisen wir auf unseren vorherigen Artikel zum Kastell Remagen und den Jupiteraltären, Pfarrkirche St. Peter und Paul. Die in diesem Beitrag beschriebene Festungsmauer befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Kirche, so daß wir an dieser Stelle auf Wiederholungen verzichten möchten.

Die rekonstruierte Festungsmauer befindet sich mitten in der Altstadt von Remagen, hinter dem Rathaus und an einem kleinen Parkplatz gelegen. Sie ist fußläufig in einer Minute von der Kirche, vom Marktplatz, dem Römischen Museum und dem Rathaus Remagen zu erreichen.

Hintergrundinformationen:

Die Kirchstraße wird noch heute "Via Principalis" genannt und ist die alte Hauptstraße des Kastells

Die Kirchstraße wird noch heute „Via Principalis“ genannt und ist die alte Hauptstraße des Kastells

Dies ist der dritte Artikel unserer kleinen Serie mit römischen Reisetipps in Remagen am Rhein.

Wie in unseren bisherigen Artikeln über Remagen (Kirche St. Peter und Paul, Römisches Museum) beschrieben, war Remagen zu römischer Zeit ein Hilfstruppenkastell („Rigomagus„) am Rhein in der Provinz Germania inferior. Es lag in unmittelbarer Nähe der römischen Fernstraße zwischen den beiden Städten Köln und Koblenz.

Auch wenn Remagen im 2. Weltkrieg durch die Kämpfe um die Brücke von Remagen massiv zerstört wurde und größtenteils modern überbaut ist, sind an einigen Orten in der Stadt noch immer die Spuren des Kastells sichtbar. Auch folgt der Straßenverlauf der Altstadt dem typischen römischen Schema.

Das Kastell wurde im 1. Jahrhundert in Holz-Erde-Bauweise errichtet und nach dem Bataveraufstand Mitte des 1. Jahrhunderts durch ein Steinkastell ersetzt. Das Steinkastell war von einer vollständigen Umwehrungsmauer umgeben, in die in regelmäßigen Abständen von 16 Metern Wachtürme eingelassen waren.

Von den Gebäuden im Innenbereich des Kastells sind in Remagen das Stabsgebäude (Principa) und das Wohnhaus des Kommandeurs (Prätorium) nachgewiesen und ihre Überreste können besichtigt werden.

Durch diesen Torbogen aus mittelalterlichen Steilen erreicht man die Mauer

Durch diesen Torbogen aus mittelalterlichen Steilen erreicht man die Mauer

In der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts führten Germaneneinfälle zu einer Verstärkung der Festungsmauer, indem vor die bisherige Mauer eine zweite Mauer aus Bruchsteinen gesetzt wurde; die etwa zwei Meter breite Lücke zwischen beiden Mauern wurde mit Mörtel und Steinen verfüllt. Die Höhe dieser Mauer betrug etwa 6 Meter.

Im Mittelalter wurden die Bruchsteine abgetragen und verbaut; die Füllung und der nahezu unzerstörbare römische Mörtel blieben jedoch erhalten, so daß der Verlauf der Mauer anhand dieses Mauerkerns bis heute an mehreren Stellen in der Stadt nachweisbar ist.

Im Jahr 2004 entschied man sich, Teile der noch erhaltenen römischen Kastellbefestigung zu rekonstruieren und zu konservieren, da diese durch Witterungseinflüsse baufällig und von Efeu überwuchert war. Um die 2000-jährige Geschichte der Stadt zu würdigen, wurde der Mauerkern freigelegt und mit einer Informationstafel versehen.

Die südwestlichen und südlichen Teile der Mauer sind unterhalb der Kirche St. Peter und Paul am Deichweg zu besichtigen. Funde aus Rigomagus werden im Römischen Museum sowie im Rheinischen Landesmuseum Bonn aufbewahrt.

Beschreibung:

Eine Informationstafel liefert Hintergrundwissen zum Kastell

Eine Informationstafel liefert Hintergrundwissen zum Kastell

Vom  Marktplatz zur Festungsmauer führt ein kleiner Torbogen aus mittelalterlichen Steinen, die wahrscheinlich zu einem Hofgut der Abtei gehört hatten. Die Mauer selbst liegt neben dem Künstlerforum Remagen auf einem kleinen, ruhigen Parkplatz, der mit Blumen bepflanzt ist.

Die moderne Regenrinne der Mauer dient der Abführung von Regenwasser und muß als Konzession an heutige Bauvorschriften und zum Schutz des Denkmals betrachtet werden. Ansonsten ist die typisch römische Schalenbauweise gut zu erkennen.

Links von der Mauer befindet sich eine Informationstafel, die Informationen über das Kastell Remagen und die Mauer enthält.

Rechts, oberhalb der Mauer an einer Hauswand, sind die überlieferten Namen einiger Kastellbewohner („Römer in Rigomagus“) aufgelistet, die man aus Schriften und Grabsteinen kennt. Das ist eine sehr gute Idee, zumal nicht nur die Namen, sondern auch ihre Funktion und der Zeitraum, in dem die Personen gelebt haben, aufgeführt sind. Das gibt den (zumeist thrakischen) Bewohnern des Hilfstruppenkastells ein persönliches Gesicht. Hier finden sich auch die beiden Benefiziarier wieder, die die Jupiteraltäre gestiftet haben, die heute in der Pfarrkirche aufgestellt sind.

Wer sich auf Erkundungstour durch das römische Kastell Rigomagus befindet, sollte an dieser Mauer also unbedingt Station machen.

Eintritt, Zugänglichkeit, Führungen, Öffnungszeiten:

Einige bekannte Bewohner des Kastells sind an dieser Hauswand verewigt

Einige bekannte Bewohner des Kastells sind an dieser Hauswand verewigt

Die Mauer ist jederzeit frei zugänglich. Eintritt wird nicht erhoben.

Das römische Remagen ist im Rahmen von Stadtführungen zu erkunden, die von der Touristeninformation angeboten werden. Es lohnt sich, an einer solchen Führung teilzunehmen, weil man dabei auch in Teile des Kastells gelangt, die ansonsten für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, wie das unter dem Caracciola-Gedächtniszimmer gelegene Prätorium mit seiner gut erhaltenen Hypokaustenanlage.

Sonstiges:

Fotografieren ist uneingeschränkt möglich.

Wir empfehlen, in Remagen einen „römischen Tag“ einzulegen und alle Sehenswürdigkeiten des Kastells zu erkunden. Da alle antiken Stätten fußläufig in wenigen Minuten erreichbar sind, kann das Kastell sehr gut und einfach erwandert werden.

Hierbei sollte man die recht eingeschränkten Öffnungszeiten des Römischen Museums in seine Planungen einbeziehen, denn das Museum stellt ein Highlight der Kastellwanderung dar und gehört zum Pflichtprogramm. Auch lohnt es sich, im Vorfeld bei der Touristeninformation Remagen anzufragen, wann die Möglichkeit besteht, in die abgeschlossenen Kellerräume unterhalb des Caracciola-Gedächtniszimmers zu gelangen.

Außerdem lohnt sich (auch wenn es nicht zum Thema gehört), ein Besuch des Friedensmuseums von Remagen, das sich in den Brückenpfeilern der zerstörten Brücke von Remagen befindet und eine sehr gute Ausstellung zur Schlacht um die Brücke zeigt. Lohnenswert ist auch ein Besuch des Apollinarisklosters oberhalb von Remagen, sowie eine Überfahrt über den Rhein mit einer Fähre nach Erpel mit Besteigung der Erpeleyer Ley, von deren Gipfel aus  man eine tolle Aussicht über das Rheintal und die Stadt hat.

Weiterführende Informationen:

Antike Stätten: Römerkastell Saalburg (Taunus)

Haupttor des Kastells (April 2013)

Haupttor des Kastells (April 2013)

Anschrift: 

Römerkastell Saalburg Archäologischer Park, Saalburg 1, 61350 Bad Homburg vor der Höhe.

Anfahrt:

Das Römerkastell liegt im Hochtaunus auf einem Bergkamm nördlich von Bad Homburg vor der Höhe (Hessen). Es ist gut mit dem Auto über die B456 zu erreichen und verfügt über Parkplätze entlang der Zufahrtsstraße. Bei schönem Wetter kann es hier allerdings schon einmal eng werden und die Schlange der parkenden Autos zieht sich dann fast bis hinab in das Tal.

Nach Bad Homburg gelangt man von Frankfurt aus mit der S-Bahn-Linie 5. Vom Bahnhofsvorplatz Bad Homburg aus führt dann die Stadtbuslinie 5 mehrmals täglich direkt bis zur Saalburg.

Alternativ kann man ab Frankfurt / Bad Homburg mit der Taunusbahn bis zum Bahnhof Saalburg / Lochmühle fahren und von dort am Limes entlang über einen Fußweg in ca. 45 Minuten zur Saalburg wandern.

Weiterführende Informationen:

Hintergrund:

In der Principia, dem zentralen Stabsgebäude

In der Principia, dem zentralen Stabsgebäude

Das Römerkastell Saalburg war ein römisches Militärlager am Limes, das Anfang des 2. Jahrhunderts zur Befestigung der Grenzen im freien rechtsrheinischen Germanien in Taunus und Wetterau errichtet wurde, in das die römische Armee vorgestoßen war.

Es gilt heute als das am besten erforschte und am vollständigsten rekonstruierte Kastell des Obergermanisch-Raetischen Limes (der seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe ist).

Das Kastell liegt auf einem Gebirgspass, der von den Ebenen des Mains in das Siedlungsgebiet der Germanen führte.

Es wurde zuerst als Holzkastell errichtet, später zu einem steinernen Kohortenkastell für 600 Mann Besatzung ausgebaut. Stationiert war dort die rätische Auxiliar-Reiterkohorte Cohors II Raetorum civium Romanorum equitata („2. teilberittene rätische Kohorte römischen Bürgerrechts“), die ursprünglich in Wiesbaden stationiert gewesen war und unter dem Legionskommando in Mogontiacum (Mainz) stand. Die Soldaten waren einheimische Hilfstruppen aus Raetien, einer römischen Provinz im Alpenvorland in der heutigen Schweiz. Sie wurden hier stationiert, weil sie mit dem rauhen Klima im Hochtaunus besser zurechtkamen als Truppen aus dem Süden.

Bald zog es auch Zivilisten an, die an den dort stationierten Soldaten verdienten – Handwerker, Händler – und es bildete sich eine zivile Siedlung (vicus) entlang der Pass-Straße. Im zweiten Jahrhundert wurde das Lager erweitert und erhielt eine Bäderanlage, eine Herberge und öffentliche Gebäude. Zusätzlich wurde dort eine zweite raetische Kohorte stationiert.

Die Siedlung wurde nach römischem Vorbild ausgebaut und mit typisch römischer Infrastruktur versehen, samt befestigten Straßen, Geschäften, Gasthäusern und öffentlichen Bädern.

Innenhof

Innenhof

Da sich das Militärlager im Grenzgebiet zum freien Germanien befand, wurde es allerdings immer wieder Ziel von germanischen Überfällen. Im Jahr 233 brannten alemannische Stämme das Dorf nieder und raubten alles, was ihnen in die Hände fiel. Nach 260 wurde der Druck insbesondere durch die Alemannen am Limes so massiv, daß er schließlich aufgegeben wurde und sich die Römer wieder hinter den Rhein zurückzogen. Das Kastell wurde ohne Kampfhandlungen planmäßig geräumt und nicht überhastet verlassen.

Das Kastell Saalburg ist das umfangreichste wiederhergestellte Limeskastell und zudem das einzige, dessen ziviler vicus ebenfalls erhalten geblieben ist und zum Teil freigelegt wurde.

Daneben gehört auch ein umfangreiches Gräberfeld und ein Mithras-Heiligtum (Mithräum) zum Gelände.

Erhaltungszustand und Aufmachung:

Wie viele römische Gebäude, diente das Römerkastell im Mittelalter und der frühen Neuzeit als Steinbruch der Einheimischen. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts erkannte man die archäologische Bedeutung und begann, das Kastell systematisch auszugraben und zu untersuchen. Kaiser Wilhelm II, der archäologisch interessiert war, ordnete schließlich im Jahr 1897 an, das Kastell auf den alten Fundamenten originalgetreu wieder aufzubauen. Beim Wiederaufbau orientierte man sich an antiken Vorbildern, so daß der Wiederaufbau heute als „annähernd authentisch“ gewertet wird.

Römische Backöfen

Römische Backöfen

In den Jahren 2003-2009 wurde das Römerkastell zu einem Archäologischen Park ausgebaut. Von 2009-2012 wurde die historische Bausubstanz saniert.

In mehreren der wieder aufgebauten Gebäude befindet sich das Saalburgmuseum, in dem Funde aus der Limesregion und dem Kastell gezeigt werden. Außerdem enthält die Anlage ein Forschungsinstitut.

Das Kastell wurde mitsamt seiner Außenmauer, Wehrgang, vier Toren und zahlreichen Gebäuden aus Stein wieder aufgebaut. Darunter finden sich die Centuriae (Mannschaftsbarracken für die einfachen Soldaten), das Horreum (Getreidespeicher, in dem heute ein Ausstellungsraum ist), das Praetorium samt Innenhof mit Brunnenmosaik (Wohnhaus des Kommandanten, in dem die Museumsverwaltung und das Forschungsinstitut untergebracht sind, das im Rahmen einer Führung aber besichtigt werden kann), die Principa (das zentrale Stabsgebäude mit großer Appellhalle und Innenhof, in dem seinerzeit Schreibstube, Amtsräume und Waffenlager waren), die Fabrica (Werkstätten, die heute für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden).

Einige der Bereiche sind auch von innen rekonstruiert, so kann sich der Besucher einen Eindruck von der beengten Inneneinrichtung eines Mannschaftsquartiers für 8 Personen machen und einen Eindruck vom Alltagsleben der Soldaten und Zivilisten bekommen. Einige Aspekte sind szenisch dargestellt, wie das opulente Triclinium, der Speiseraum eines Offiziers. Im Außenbereich entlang der Mauer befinden sich (funktionsfähige) römische Backöfen, in denen zu besonderen Anlässen mehrmals im Jahr römisches Brot gebacken wird. Es gibt auch ein Aedes, das Fahnenheiligtum und kultische Zentrum des Kastells, das allerdings nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen ist.

Das Fahnenheiligtum ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen

Das Fahnenheiligtum ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen

In einem der Gebäude befindet sich eine Taberna, ein Restaurant, in dem sowohl „moderne“ Speisen als auch Speisen und Getränke der Römer angeboten werden. Sie ist nach antikem Vorbild einer römischen Gaststube mit Herd, Anrichten, Backofen und Regalen eingerichtet.

Vor dem Haupttor des Kastells befinden sich die Mauerreste des (nicht aufgebauten) zivilen vicus, unter anderem des Badehauses, eines Gästehauses sowie Keller und Brunnen von Wohnhäusern. Um einen Eindruck davon zu vermitteln, wie diese zivilen Häuser aussahen, wurden zwei Rekonstruktionen errichtet, die als Kassenhaus, Limes-Informationszentrum und Museumsshop dienen.

Rund um die Saalburg führt der 2,5 km lange „Rundweg Saalburg“ am Limes entlang, der an einigen Stellen ebenfalls rekonstruiert wurde, unter anderem wird ein typischer Durchgangsposten gezeigt. Hier gibt es auch weitere archäologische Sehenswürdigkeiten, wie eine Jupitersäule und ein Mithrasheiligtum. Der Rundweg dauert etwa 45 Minuten.

Die ganze Anlage ist sehr gut erhalten und gepflegt. Ein komplett wiederaufgebautes römisches Militärlager ist eine Sensation, die man gesehen haben sollte, denn der Eindruck, der hier von einer solchen Anlage vermittelt wird, ist ein ganz anderer, als wenn man nur Mauerreste betrachtet. Insbesondere die Höhe und Größe der Gebäude und Mauern und die Architektur von Häusern und Innenhof sind sehr anschaulich.

Der Museumsbereich, der sich über mehrere Gebäude erstreckt, ist gut aufgemacht und informativ mit einer umfangreichen Sammlung von Gegenständen aus der Limesregion.

Öffnungszeiten:

Das Gelände ist sehr weitläufig

Das Gelände ist sehr weitläufig

Der Archäologische Park und das Museum sind im Winter (November bis Februar) täglich außer montags von 9-16 Uhr geöffnet, Einlaß bis 15.30 Uhr.

In der Sommerzeit (März bis Oktober) sind die Öffnungszeiten täglich von 9-18 Uhr, Einlaß bis 17:30 Uhr.

Es kann zu Abweichungen bei Abend- und Nachtveranstaltungen kommen.

Eintrittspreise und Führungen:

Erwachsene 5€, ermäßigt (Behinderte, Studenten, Rentner, ALGII-Empfänger, Wehrdienst- /Freiwilligendienstleistende) 3,50€.  Kinder unter 6 Jahren frei. Kinder von 6-18 Jahren 3€. Für Familien (2 Erwachsene mit Kindern) gibt es eine Familienkarte für 10€.

Für Hunde muß 1€ Eintritt gezahlt werden und sie müssen an der Leine geführt werden.

Es ist möglich, ein Kombiticket mit der Keltenwelt am Glauberg zu erwerben.

Der Museumsbereich mit Wegesteinen

Der Museumsbereich mit Wegesteinen

Zu Sonderveranstaltungen sind abweichende Eintrittspreise möglich.

Führungen werden mehrmals täglich (im Sommer um 11, 13 und 15 Uhr) durch archäologische Mitarbeiter durchgeführt und sind sehr empfehlenswert. Wer die Saalburg besucht, sollte unbedingt auch an der Führung teilnehmen, weil sie sehr viel Hintergrundinformationen vermittelt und außerdem die Möglichkeit bietet, in die ansonsten verschlossenen Gebäude (Praetorium und Fahnenheiligtum) zu gelangen.

Es gibt außerdem spezielle Führungen für Kinder, die sehr nett und spielerisch gemacht sind (ebenfalls parallel zu den Erwachsenenführungen um 11, 13 und 15 Uhr, so daß man seine Kinder dort parallel zur eigenen Führung gut betreut weiß). Führungen in anderen Sprachen sind auf Absprache möglich. Es gibt auch spezielle Themenführungen wie „Latein lebt“ oder „Römischer Wohnluxus“.

Regelmäßig finden Sonderveranstaltungen statt, wie Bogenbaukurse, antike Handwerkstechniken wie das Brettchenweben, Römisches Buffet, „Altertum für Ältere“ für Senioren und Gehbehinderte, Römische Abende, Kostümführungen, Vorführungen römischer Reiter und Re-enactment der Cohors Secunda, Erlebnistage mit römischen Soldaten am UNESCO-Weltkulturerbetag, Brotbacken, Vorführung römischer Getreidemühlen, „Feminae Romanae“, ein Erlebnistag mit römischen Frauen, ein Thementag „Licht in der Antike“ mit Vorträgen „die Lampe in der römischen Provinz und die erste Ölkrise Europas“, Kinder in der Römerzeit, archäologisches Ferienprogramm, Nox Romana (Nacht im Museum), römische Steinmetze und vieles mehr.

Das Jahresprogramm kann auf der offiziellen Website der Saalburg als PDF heruntergeladen werden.

Sonstiges:

Viele interessante Funde aus Militär- und Zivilleben sind im Museum ausgestellt

Viele interessante Funde aus Militär- und Zivilleben sind im Museum ausgestellt

Achtung, im Winter wird es auf dem Taunuskamm sehr kalt, oft bedeutend kälter als im Umland und im Tal. Auch bleibt Schnee hier länger liegen, was bei der Anreise durch die gebirgige Gegend zu beachten ist. Da es sich um ein Freilichtmuseum handelt, ist es auch nicht geheizt, so daß man warm gekleidet sein sollte.

Achtung! Besucher in Gewandung erhalten (anders als in anderen archäologischen Parks wie der Villa Borg oder dem Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim, wo antik Gewandete sogar ermäßigten Eintritt haben) keinen Einlass! Das gehört zum museumspädagogischen Anspruch der Saalburg, wo Wert darauf gelegt wird, daß Besucher eindeutig von Darstellern, die zum Tagesprogramm gehören, unterschieden werden können. Als Besucher müßt Ihr deswegen unbedingt in Zivil anreisen!

Der Museumsshop bietet eine gute Mischung aus römischen Devotionalen, Repliken, Büchern, Schmuck und Souvenirs an und ist gut sortiert. Hier kann auch eingekauft werden, ohne daß man den Eintritt in das Museum zahlt.

Fotografieren ist überall erlaubt.

Außerhalb der Kastellmauern befinden sich die Reste des zivilen vicus

Außerhalb der Kastellmauern befinden sich die Reste des zivilen vicus