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Römisches A-Z

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A

Aulos

Römisches Blasinstrument mit Rohrblatt, das als Doppelinstrument gespielt wurde. Aulos ist die griechische Bezeichnung, in Rom wurde das Instrument Tibia genannt. Siehe unseren ausführlichen Artikel zu diesem Instrument.

Augur

Bezeichnung für eine Person, die im Rahmen von Auspizien Zeichen als Ausdruck des Willens der Götter deutet. Siehe unseren ausführlichen Artikel zum Thema Auspizien

Auspizien (englisch: Auguries)

Das Deuten von Zeichen als Ausdrucks des Willens der Götter, insbesondere des Vogelflugs. Aber auch andere Gruppen von Zeichen (Wolken, Himmelserscheinungen, Tierverhalten etc.) wird im Rahmen von Auspizien interpretiert. Siehe unseren ausführlichen Artikel zum Thema Auspizien

B

C

Capite velato

„Mit verhülltem Haupt“, das rituell verhüllte Haupt während eines römischen Rituals. Traditionell wurde der Kopf mit dem Teil der Toga oder des Gewandes oder einem Tuch verborgen. Capite Velato ist typisch für private wie öffentliche Rituale im römischen Cultus, im Kontrast zu etruskischen oder griechischen Ritualen, die mit freiem Haupt durchgeführt wurden. Das Verhüllen hat vor allem die praktische Funktion, negative Zeichen auszublenden, die ansonsten aus dem Augenwinkel gesehen werden könnten.

Cultus Deorum, Cultus Deorum Romanorum

deutsch: „Kult der Götter, Kult der römischen Götter“, Bezeichnung für die römische vorchristliche, polytheistische Religion. Eine alternative Bezeichnung ist „Religio Romana“. Siehe unseren ausführlichen Artikel zum Thema

D

Dies ater

Mit Dies ater („schwarzer Tag“, „Unglückstag“) bezeichnete man den Tag nach den Kalenden, Iden und Nonen, so daß jeder Monat drei dieser Unglückstage hatte.

An diesem Tag vermied man es, neue Projekte zu beginnen, zu heiraten, Verträge zu schließen, Reisen zu unternehmen oder Opfer an die Götter zu bringen (das alltägliche Gebet am Hausschrein (Lararium) war davon nicht betroffen). Siehe unseren Artikel zum Römischen Kalender.

 E

Epithet, Epitheton

Bezeichnung für den Beinamen eines Gottes. In der römischen Religion wurden fremde Götter in den einheimischen Pantheon aufgenommen, indem sie häufig einem existierenden Gott zugeordnet wurden. Der Name des neuen Gottes wurde dann als Epthet an den Namen des Gottes angehängt. Beispiele sind Apollo-Grannus, Hercules-Saxanus oder Mars-Intarabus.

F

G

H

I

Iden

Bei den Iden handelt es sich um festgelegte Tage innerhalb eines Monats (zusammen mit den Kalenden, Nonen und Tubilustrien). In den Monaten März, Mai, Juli und Oktober fallen sie jeweils auf den 15. Tag des Monats, in den übrigen Monaten auf den 13. Tag. Ursprünglich bezeichneten die Iden den Tag des Vollmonds, dies traf aber aufgrund von Kalenderabweichungen bald nicht mehr zu.

Alle Iden galten dem Gott Jupiter, so daß an diesen Tagen bevorzugt spezielle Sühneopfer für diesen Gott gebracht wurden („Piaculum“).

Der Tag nach den Iden galt als Unglückstag („dies ater“), so daß man es vermied, neue Projekte an diesen Tagen zu beginnen, Reisen zu unternehmen oder Opfer zu bringen. Siehe unseren Artikel zum Römischen Kalender.

Interpretatio Romana

Die römische Sitte, fremde Götter in die einheimische Religion aufzunehmen, indem sie einem bekannten Gott zugeordnet wurden. Siehe unseren ausführlichen Artikel zur Interpretatio Romana.

J

K

Kalenden

Bei den Kalenden handelt es sich um festgelegte Tage innerhalb eines Monats (zusammen mit den Iden, Nonen und Tubilustrien). Sie fallen jeweils auf den 1. Tag des Monats. Ursprünglich bezeichneten die Kalenden den Tag des Neumonds, dieses traf aber aufgrund von Kalenderabweichungen bald nicht mehr zu.

Die Kalenden waren der Göttin Juno gewidmet. Der Tag nach den Kalenden galt als Unglückstag („dies ater“), so daß man es vermied, neue Projekte an diesen Tagen zu beginnen, Reisen zu unternehmen oder Opfer zu bringen. Siehe unseren Artikel zum Römischen Kalender.

Kithara

Saiteninstrument, ähnlich einer Harfe und der Lyra. Im Gegensatz zur Lyra hatte die Kithara einen Standfuß und wurde beim Spielen abgestellt. Siehe unseren ausführlichen Artikel zu Römischen Musikinstrumenten.

L

Lararium

Hausaltar. Hier wurden im Rahmen der Sacra Privata, des privaten Kultes, die Laren, Ahnen und Hausgötter verehrt. Unsere Rubrik „Cultus Deorum“ enthält zahlreiche Artikel über das Lararium. Siehe auch unsere Anleitung zum Einrichten eines Larariums

M

N

N

Nonen

Bei den Nonen handelt es sich um festgelegte Tage innerhalb eines Monats (zusammen mit den Iden, Kalenden und Tubilustrien). In den Monaten März, Mai, Juli und Oktober fallen sie auf den 7. Tag des Monats, in den übrigen Monaten auf den 5. Tag (“9. Tag vor den Iden”). Ursprünglich bezeichneten die Nonen den Tag des zunehmenden Halbmonds.

Die Nonen waren traditionell die Verkündungstage für Monatsfeste. Der Tag nach den Nonen galt als Unglückstag („dies ater“), so daß man es vermied, neue Projekte an diesen Tagen zu beginnen, Reisen zu unternehmen oder Opfer zu bringen. Siehe unseren Artikel zum Römischen Kalender.

O

P

Q

R

Religio Romana

deutsch: „Römischer Glaube“, Bezeichnung für die römische vorchristliche, polytheistische Religion. Eine alternative Bezeichnung ist „Cultus Deorum Romanorum“. Siehe unseren ausführlichen Artikel zum Thema.

S

Sacra Privata

In der Römischen Religion der private oder persönliche Kultus, den jeder Einwohner des Römischen Reichs daheim, im Familienkreis oder für sich selbst praktizierte. Zentral dabei waren die Hausgeister, die jeweiligen Hausgötter der Familie, die Laren und Penaten.

Der Staat nahm keinen Einfluß auf den privaten Kultus, es stand jedem Einwohner frei, zu verehren, wen immer er oder sie wollte, so lange römische Gesetze beachtet wurden (z.B. das Verbot von Menschenopfern). Auch orientalische Kulte (Isis, Mithras, Christus) oder lokale Kulte (gallische, britannische, afrikanische) konnten im Rahmen der Sacra Privata praktiziert werden. Wichtig war nur, daß man gleichzeitig den öffentlichen Staatskult akzeptierte und daran teilnahm (Sacra Publica), da dieser als unbedingte Voraussetzung für den Schutz der Götter über das Römische Reich angesehen wurde.

Probleme mit Kulten aus der Sacra Privata gab es dann, wenn die Betreffenden sich öffentlich dem Staatskult verweigerten (wie Christen mit dem Alleinanspruch ihres Gottes), ansonsten war die Sacra Privata absolute Privatsache.

T

Tibia

Römisches Blasinstrument mit Rohrblatt, das als Doppelinstrument gespielt wurde. Tibia ist die lateinische Bezeichnung, aber auch die griechische Bezeichnung „Aulos“ war im Römischen Reich geläufig. Siehe unseren ausführlichen Artikel zu diesem Instrument.

Tubilustrien

Bei den Tubilustrien handelt es sich um festgelegte Tage innerhalb eines Monats (zusammen mit den Iden, Kalenden und Nonen). Sie liegen jeweils 8 Tage nach den Iden. Ursprünglich bezeichneten die Tubilustrien den Tag des abnehmenden Halbmonds.

An diesen Tagen wurden eineinhalbtägige Kulthandlungen durchgeführt, um den abnehmenden Mond durch diese Handlungen zu stärken. Die Opferhandlungen bestanden aus der Opferung eines weißen Schafs durch die Priester, begleitet von der Musik von Blasinstrumenten (tubae). Siehe unseren Artikel zum Römischen Kalender.

U

V

W

X

Y

Z

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