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Antike Stätten: Römerbergwerk Meurin

Das größte römische Untertage-Tuffsteinbergwerk nördlich der Alpen

Das größte römische Untertage-Tuffsteinbergwerk nördlich der Alpen

Anschrift:

Nickenicher Straße (an der B256), 56630 Kretz

Anfahrt:

Das römische Untertage-Tuffsteinbergwerk liegt mitten im „Vulkanpark“ in der Osteifel beim kleinen Ort Kretz in Rheinland-Pfalz.

Die Anfahrt erfolgt per Auto über die A61 bis zur Abfahrt Kruft. Hier folgt man der Bundesstraße B256 und den dort aufgestellten braunen Schildern des Vulkanparks mit der Beschriftung „Route Blau“. In Höhe des Ortes Kretz ist das Römerbergwerk als „Vulkanpark Römerbergwerk Meurin“ ausgeschildert.

Das Bergwerk ist auch per Bus zu erreichen; die Linie 335 des RMV verbindet einige Stationen des Vulkanparks miteinander. Zustieg ist möglich von Mayen, Mendig, Kruft, Neuwied, Andernach und Plaidt. Neuwied und Andernach haben zudem einen Bahnhof, der von Regionalbahnen angefahren wird. Von Kruft aus ist Kretz fußläufig zu erreichen.

Das Bergwerk verfügt über einen eigenen Parkplatz, an dem sich auch ein Imbiss und die Toiletten befinden. Achtung, vom Parkplatz aus sind es noch etwa 400 Meter Fußweg bis zum Bergwerk; dort befinden sich keine Toiletten, so daß man diese letzte Gelegenheit nutzen sollte.

Hintergrundinformationen:

Der eingestürzte Vulkankrater sieht heute harmlos und unschuldig aus...

Der eingestürzte Vulkankrater sieht heute harmlos und unschuldig aus…

Das Römerbergwerk in der Osteifel ist das größte römische Untertage-Tuffsteinbergwerk nördlich der Alpen. Deswegen ist es von großer archäologischer Bedeutung und bildet auch den archäologischen Höhepunkt der Stationen des Vulkanparks Osteifel (die allesamt sehr sehenswert sind!).

Zuerst ein bißchen Geologie, bevor wir uns wieder den Römern zuwenden!

Der mehrere Meter mächtige Tuffstein, der weite Teile der Osteifel überdeckt, stammt aus dem Ausbruch des Laacher-See-Vulkans im Jahre 10.930 v. Chr..

Der Vulkan, dessen eingestürzter Krater heute den Laacher See beinhaltet, gehört zum plinianischen Typ – und damit zum gleichen explosiven Vulkantyp wie der Vesuv, der im Jahr 79 n. Chr. Pompeji und Herculaneum begrub, oder auch Mount St. Helens und der Supervulkan unter dem Yellowstone-Nationalpark. Die Bezeichnung „plinianisch“ haben wir Plinius dem Jüngeren zu verdanken, der den Ausbruch des Vesuvs als Augenzeuge detailgetreu in zwei Briefen an Tacitus beschrieb.

Auch der letzte Laacher See-Ausbruch vor knapp 13000 Jahren war ein katastrophaler Ausbruch. Er ging mit der Explosion mehrerer Vulkankegel im Gebiet des heutigen Laacher Sees einher, bei denen riesige Mengen Asche und Bims ausgeschleudert wurden, die in ganz Europa bis nach Schweden zu finden sind. 600 Grad heiße Ascheströme wälzten sich über die Landschaft und verfüllten ganze Täler. In der unmittelbaren Umgebung bis zum Rheintal beträgt die Dicke der Schicht über 7 Meter. Der Ausbruch war sechsmal stärker als der Ausbruch des Mount St. Helens im Jahr 1980.

...aber blubbernde Mofetten beweisen, daß der Vulkan noch aktiv ist

…aber blubbernde Mofetten beweisen, daß der Vulkan noch aktiv ist

Noch heute ist die Gegend vulkanisch aktiv und der Laacher See-Vulkan nicht erloschen – wie aufsteigende Gasbläschen (Mofetten) im Laacher See eindrucksvoll beweisen. Zwischen der Entstehung der Magmakammer unter der Osteifel und dem ersten großen Ausbruch vergingen fast 17.000 Jahre, so daß ein neuer Ausbruch innerhalb der nächsten Jahrtausende aus geologischer Sicht sehr wahrscheinlich ist – auch wenn keine akute Gefahr besteht. Ihr könnt den Vulkanpark zur Zeit also unbesorgt besuchen 😉

Bei dem hier abgebauten Tuffstein handelt es sich um verfestigtes vulkanisches Auswurfmaterial, das aus vulkanischen Aschen und zerbrochenem Gesteinsmaterial (sogenannte Pyroklasten) besteht, das während der Eruption in die Luft geschleudert wurde. Außerdem ist im Tuffstein häufig Gas eingeschlossen. Er ist relativ weich und gut zu bearbeiten und hat zudem gute dämmende Eigenschaften, weswegen er für die Römer ein beliebtes Baumaterial war, das aus der Osteifel entlang des Rheins in alle Teile des Reichs verschifft wurde. Man nennt ihn deswegen auch den „Leichtbaustein der Antike„. So wurden zum Beispiel zahlreiche Gebäude und die Stadtmauer von Xanten (für die allein 50.000 Tonnen Material benötigt wurden) aus Eifeler Tuffstein erbaut.

Ein

Ein „römisches Wasserwerk“ an der Eifelwasserleitung (hier bei Mechernich) beweist, wie haltbar römischer Beton ist

Daneben bildete der Tuffstein die Grundlage für den von den Römern entwickelten Beton, aus dem Wasserleitungen, Hafenanlagen, Brücken und „Gebäude für die Ewigkeit“, wie das Pantheon in Rom, erbaut wurden. Vermischt mit Kalk, Sand, Bims und Wasser erhielten sie einen druckfesten Stein, der sogar unter Wasser aushärtete.

Viele römische Bauwerke (wie die Wasserleitungen in der Eifel) sind deswegen heute noch erhalten, unter anderem auch deshalb, weil es einen hohen technischen Aufwand erfordern würde, diesen Beton zu beseitigen. Römischer Beton ist haltbarer als viele heute verwendete Werkstoffe, was erklärt, daß 2000-Jahre alte Brücken in Trier oder Cordoba noch heute existieren und befahren werden, moderne Brücken wie in Leverkusen oder Bonn aber wegen Baufälligkeit fast zusammenbrechen.

Doch nun zum Römerbergwerk selbst.

In der Osteifel, wo der Tuffstein (aber auch andere Vulkangesteine wie Basalt) in mehreren Metern Mächtigkeit vorliegen, befanden sich zahlreiche römische Bergwerke, in denen Gesteine sowohl unter Tage als auch über Tage abgebaut wurde. Die Basaltsteinbrüche bei Mayen, die schon von den Kelten genutzt wurden, sind ein eindrucksvolles Beispiel für den oberirdischen großindustriellen Abbau von Vulkangesteinen.

Im Bergwerk bekommt man einen guten Eindruck von der Mächtigkeit des Tuffsteins

Im Bergwerk bekommt man einen guten Eindruck von der Mächtigkeit des Tuffsteins

Im Gegensatz zum oberirdisch abgebauten Basalt im Raum Mayen wurde der Tuffstein in der Region unter Tage gewonnen. Da der Tuffstein in der Region von einer meterdicken Bimsschicht – leichte, aufgeschäumte Lava – bedeckt ist, mußte man sich erst durch diese Schicht hinab zum Tuffstein graben, was den unterirdischen Abbau erklärt.

Für Bims hatte man seinerzeit noch keine industrielle Verwendung, so daß er zwar unter anderem für die Körperpflege oder zum Glätten von Pergament genutzt wurde, jedoch nicht als Baustoff. Erst in der Neuzeit wurde Bims wirtschaftlich attraktiv, da daraus Leichtbeton und Schwemmstein produziert wird. Für die Römer waren die Unmengen an Bims also eher ein lästiges Nebenprodukt, für das sie in den Mengen keine Verwendung hatten.

Da der Tuffstein auch im Mittelalter weiter genutzt wurde (unter anderem zum Bau des Kölner Doms, der Abtei Maria Laach, aber auch vieler anderer mittelalterlicher Gebäude im Rheinland), wurden viele römische Bergwerke zerstört, da man sich ausgehend von den römischen Grabungen immer tiefer in das Gestein schlug, wodurch viele römische Stollen einbrachen oder mit Abraum verfüllt wurden.

Ununterbrochen von der Römerzeit bis heute wird hier Tuffstein abgebaut

Ununterbrochen von der Römerzeit bis heute wird hier Tuffstein abgebaut

Bei Kretz wird noch heute Tuffstein und Bims abgebaut. Das Gelände liegt neben dem Tagebaugelände der Firma „Trasswerke Meurin„.

Das Römerbergwerk war im Jahr 1950 wiederentdeckt worden, seinerzeit jedoch noch von einer 6 Meter hohen Bimsschicht bedeckt. Als man den Bims ab 1960 mit Baggern abzubauen begann, stürzten zahlreiche römische Stollen ein.

Im Jahr 1996 wurde das Amt für Vor- und Frühgeschichte in Koblenz auf das römische Bergwerk aufmerksam und erkannte seine Bedeutung als eines der größten antiken Tuffsteinbergwerke nördlich der Alpen. Man begann mit archäologischen Grabungen, wobei man die einsturzgefährdeten Stollen aufwendig abstützen mußte, um sie zu bewahren. Da diese antike Stätte von so großer überregionaler Bedeutung war, entschieden sich der Landkreis Mayen-Koblenz und der Vulkanpark gemeinsam, den Ort zu sichern und als Station in den Geopark Vulkanpark Osteifel zu integrieren, so daß das Gebiet mit Landesmitteln aufgekauft wurde.

Der Schutzbau wirkt futuristisch, ist aber sehr durchdacht

Der Schutzbau wirkt futuristisch, ist aber sehr durchdacht

Um das Bergwerk vor Regenwasser und damit verbundener Überflutung zu schützen, wurde ein Schutzbau über dem Bergwerk errichtet. Er besteht aus einer 44 x 54 Meter großen, freitragenden, halbrunden Hallenkonstruktion mit transparentem Kunststoffdach, der einerseits vor Wind und Wetter schützt, andererseits aber eine gute Tageslichtbeleuchtung gewährleistet. Für diese Konstruktion und die publikumswirksame Präsentation dieses archäologischen Fundplatzes wurde das Römerbergwerk 2003 von der Denkmalorganisation Europa Nostra im Auftrag der EU mit dem Europa Nostra Award als besonders wertvolle und schützenswerte archäologische Fundstätte ausgezeichnet – einem der höchsten europäischen Kulturpreise in der Kategorie „Archäologische Fundstätten“.

Der unterirdische Abbau der Tuffsteine war zu römischer Zeit eine sehr schwierige Tätigkeit, die in engen, staubigen Gängen und unter schlechten Lichtverhältnissen im Schein von Öllampen ausgeführt wurde. Zumindest Steinstaublunge hatten die Arbeiter nicht zu fürchten, da der Vulkanstaub – im Gegensatz zum Kohlenstaub – nicht lungengängig ist und deshalb abgehustet werden kann.

Das Bestimmen der abbauwürdigen Tuffsteinbänke erforderte gute Fachkenntnisse vom Vorarbeiter, denn der Steinblock durfte beim Herauslösen nicht in zu kleine Teile brechen. Ziel war es, etwa ein Meter breite und eineinhalb Meter hohe Tuffblöcke aus dem Gestein zu lösen, die direkt unter Tage zu groben Mauersteinen weiterverarbeitet wurden, um sie leichter transportieren zu können. Vorarbeiter markierten die Bänke, die in einem komplizierten Verfahren vorsichtig und gleichmäßig mit Eisenkeilen aus der Wand gelöst wurden.

An der Oberfläche wurden die Steine weiterverarbeitet, gemahlen oder in die gewünschte Größe und Form gesägt.

Die gewonnen Steine wurden über die aus dem Inneren Galliens kommende römische Schnellstraße an den Rhein zum großen Hafen in Antunnacum (Andernach) transportiert, wo auch die Mühlsteine aus dem Mayener Gebiet verladen wurden. Antunnacum lag in einer Rheinbucht und hatte einen geschützten Hafen. Es war zu römischer Zeit einer der wichtigsten Handels- und Umschlagplätze für Gesteinsprodukte, die für die ganze Region ein bedeutender Wirtschaftsfaktor waren.

In Antunnacum wurden die Steine auf flache Boote verladen, die auf hohes Gewicht ausgelegt waren und von dort aus rheinabwärts nach Germania inferior (Niedergermanien) in die Gegend des Niederrheins und bis in die Niederlande – eine sehr steinarme Region – verschifft.

Weihealtar für Hercules Saxanus

Weihealtar für Hercules Saxanus

Römische Soldaten – die immer auch Pioniere waren, die in den neuen Provinzen unter anderem Straßen bauten – brachten das Wissen um den Tuffsteinabbau mit in die nördlichen Provinzen der Osteifel. Im großen Stil organisierter Abbau des Tuffsteins in der Region wird seit den vierziger Jahren des 1. Jahrhunderts n. Chr. durch Inschriften auf zahlreichen Weihealtären sowie aus Steinbruchinschriften überall in der Region belegt, jedoch muß auch schon früher Abbau stattgefunden haben, denn der römische Hafenturm von Köln (heute als „Ubiermonument“ bekannt) besteht ebenfalls aus diesem Tuffstein. Er wurde im Jahr 4 n. Chr. erbaut und gilt damit der älteste Steinbau im römischen Deutschland.

Die Mehrzahl der gefundenen Weihealtäre ist Hercules Saxanus geweiht, dem Gott der Steinmetze, Steinarbeiter und Steinbrecher. Ein Weihestein im Steinbruch Meurin dokumentiert eine Weihung an Hercules Saxanus durch eine Abordnung der 30. Legion Ulpia Victrix.

Der Steinbruchbetrieb wurde auch nach dem Ende des Römischen Reichs, durch das Mittelalter hindurch bis in die Gegenwart ununterbrochen fortgesetzt. Noch heute wird in unmittelbarer Nähe zum Römerbergwerk Bims und Tuffstein gewonnen.

Beschreibung

Eine Brücke erlaubt einen guten Blick von oben auf die Stollengänge

Eine Brücke erlaubt einen guten Blick von oben auf die Stollengänge

Wie alle Stationen des Vulkanparks, ist auch das Römerbergwerk Meurin sehr gut touristisch erschlossen und aufbereitet.

Die hohe, halbrunde Halle wirkt auf den ersten Blick recht futuristisch. Wenn man sie durch die runde Schleuse betritt, fällt jedoch auf, wie gut durchdacht die Konstruktion aus Stahlträgern und transparentem Kunststoff ist. Es fällt das Tageslicht herein, Luftlöcher sorgen für eine angenehme Ventilation auch im Sommer, so daß kein Treibhauseffekt entsteht.

Das Bergwerk selbst wird auf einem Rundweg erkundet, man kann sich in der Anlage frei bewegen. Im Eingangsbereich befindet sich die Kasse mit einem kleinen Vulkanpark-Shop und einigen Tischen und Bänken, an denen man rasten und kleine Snacks und Getränke erwerben kann.

Transparente Beschriftungen verdeutlichen komplizierte Vorgänge

Transparente Beschriftungen verdeutlichen komplizierte Vorgänge

Beim Bezahlen bekommt man an der Kasse einen Audioguide ausgehändigt. Mit diesem begibt man sich in das Bergwerk. Neben einigen grundsätzlichen Infos, die auf Flaggen und Tafeln zu lesen sind, befinden sich überall kleine Zahlen, die man in den Audioguide eingibt, um detaillierte Informationen zu erhalten. Die Texte sind gut und interessant gesprochen und vermitteln viel Hintergrundwissen, sowohl über Geologie, Tuffstein, Bergbau und Vulkanismus, als auch über die Römer, Abbaumethoden und das Mittelalter.

Von der Plattform des Kassenbereichs verläuft als erstes eine Holzrampe wie eine Brücke oberhalb des Bergwerks zum hinteren Teil der Halle. Entlang der Rampe stehen Flaggen, auf denen grundsätzliche Informationen zum Römerbergwerk zu lesen sind. Außerdem hat man von dort aus einen guten Blick hinab auf das Stollensystem. Ebenfalls auf der Rampe zu finden ist die Replik eines Weihealtars für Hercules Saxanus (natürlich aus Tuffstein).

Der Außenbereich zeigt den römischen Arbeiteralltag an einem Bergwerk

Der Außenbereich zeigt den römischen Arbeitsalltag an einem Bergwerk

Am Ende der Halle kann man die Halle verlassen und hinaus in den Außenbereich gehen. Hier ist ein antiker Arbeitsbereich nachgestaltet, wo man einen römischen Lastenkran, eine pompejanische Mühle aus Mayener Basalt, eine Schmiede, einige römische Brettspiele, Steinmetzhütten und eine Küche für die Arbeiter in Augenschein nehmen kann. Neuester Zugang ist eine byzantinische Steinsäge nach einem antiken Vorbild aus Ephesus, die mit Wasserkraft betrieben wurde – eine große Arbeitserleichterung für die im Steinbruch tätigen Arbeiter und Sklaven.

Alle Teile sind funktionsfähig und werden an Aktions- und Erlebnistagen auch vorgeführt und der Ort von einer römischen Kohorte „belebt“.

Der Außenbereich wird unter der Leitung von Archäotechniker Kuno Menchen ausgebaut, der die römische Geschichte mit sehr großem Enthusiasmus lebt und sein langjähriges Hobby – Römer und römisches Handwerk – zum Beruf gemacht hat.

Alles ist gut beschildert

Alles ist gut beschildert

Zurück in der Halle führt ein Weg nach unten in den eigentlichen Bergwerksbereich, der über hölzerne Stege durchlaufen wird. In einer Höhle befindet sich ein Kino, in dem in einem Film anschaulich dargestellt wird, wie der komplizierte Tuffsteinabbau praktisch durchgeführt wurde. Der Film ist deswegen auch außergewöhnlich, weil er auf Latein ist. Ein Vorarbeiter (dargestellt von Kuno Menchen) und zwei Arbeiter gewinnen darin einen Tuffsteinblock aus einer Wand, was sehr anschaulich ist und viel zum Verständnis der im Steinbruch zu sehenden Abbauspuren beiträgt.

Auch die mittelalterlichen Abbaubereiche gehören zur Präsentation. Es werden auch die Unterschiede zwischen der römischen Abbauzeit und ihren Methoden und dem mittelalterlichen Abbau erläutert.

Für den Besuch sollte man etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen.

Die ganze Anlage ist sehr gepflegt, die Beschriftungen informativ und die Verbindung mit dem Audioguide vorbildlich. Wir finden: ein sehr empfehlenswertes Ausflugsziel!

Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Führungen

In der Anlage kann man sich frei bewegen

In der Anlage kann man sich frei bewegen

Das Römerbergwerk ist von Mitte März bis Anfang November geöffnet. In den Wintermonaten ist die Anlage geschlossen, es können jedoch Gruppenführungen außerhalb der Saison telefonisch vereinbart werden.

Montags ist das Bergwerk geschlossen, außer in den Schulferien von Rheinland-Pfalz und NRW.

Öffnungszeiten sind täglich von 9:00 – 17:00 h.

Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 4,90€.

Kinder, Studenten, Schüler, Behinderte und BFD zahlen 4,00€. Kinder bis 1 Meter Körpergröße haben freien Eintritt.

Es gibt auch ermäßigte Familien- und Gruppenkarten. Außerdem ist es möglich, Kombitickets mit dem Infozentrum Vulkanpark zu erwerben.

Öffentliche Turnusführungen gibt es nicht, aber Gruppenführungen werden nach Absprache angeboten.

Sonstiges

Nach dem Besuch des Bergwerks ist auch der Laie Bims- und Tuffsteinexperte!

Nach dem Besuch des Bergwerks ist auch der Laie Bims- und Tuffsteinexperte!

Fotografieren ist erlaubt.

Der Besuch im Römerbergwerk Meurin kann ideal mit weiteren römischen Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Nähe kombiniert werden: dem Mayener Grubenfeld, wo die römischen Mühlsteine gewonnen wurden, der Römerwarte Katzenberg bei Mayen, einer römischen Höhenfestung, und dem Grabtumulus mit Nischendenkmal bei Nickenich.

Ebenfalls sehenswert sind die übrigen Stationen des 27 Stationen umfassenden Vulkanparks, die ebenfalls in der Nähe liegen, wie das Deutsche Vulkanmuseum „Lava-Dome“ und die Lavahöhlen von Mendig, die Terra Vulcania (die ideal mit dem Mayener Grubenfeld kombiniert werden kann) oder der Geysir von Andernach.

Auch die Abtei Maria Laach ist aus dem Eifeler Tuffstein erbaut

Auch die Abtei Maria Laach ist aus dem Eifeler Tuffstein erbaut

Ganz in der Nähe liegt außerdem der Laacher See, der mit Wasser gefüllte Vulkankrater, der auf einem Rundwanderweg (15 Kilometer) umwandert werden kann. Infotafeln liefern dabei Hintergrundinformationen über den örtlichen Vulkanismus. Ein Highlight der Wanderung sind dabei die Gasmofetten, die von der vulkanischen Aktivität der Region zeugen.

Abgeschlossen werden sollte ein Besuch am Laacher See auf jeden Fall mit einem Besuch des Klosters Maria Laach, das eine sehr schöne romanische Kirche mit einem beeindruckenden Mosaik zu bieten hat, außerdem einen Klostershop, eine Buchhandlung, einen Hofladen und eine weit über die Grenzen hinaus bekannte Gärtnerei (wo es sogar römische Kräuter wie die Weinraute gibt, die sonst schwer zu bekommen ist – falls jemand gerne römisch kocht!).

Alles in allem eine sehr spannende Region, in der man sich durchaus auch mehrere Tage aufhalten kann!

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