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Museen: RömerWelt Rheinbrohl

Die Römerwelt von außen

Die Römerwelt von außen

Anschrift: 

RömerWelt am Caput Limitis, Arienheller 1, 56598 Rheinbrohl.

Anfahrt:

Die Römerwelt liegt rechtsrheinisch zwischen Rheinbrohl und Bad Hönningen im Ortsteil Arienheller in der Nähe des Rheins. Sie ist mit dem Auto über die B42 gut zu erreichen. Besucher aus den linksrheinischen römischen Provinzen können die Autofähre Kripp – Linz oder Bad Breisig – Bad Hönningen nehmen. Das Museum ist gut ausgeschildert.

Es gibt einen eigenen Parkplatz vor der RömerWelt, 2 Parkplätze sind für Behinderte reserviert.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die auf einer leichten Anhöhe liegende Römerwelt nicht unmittelbar zu erreichen. Vom Bahnhof Bad Hönningen aus sind es etwa 1,6 km Fußweg (hier dem Zuweg zum Rheinsteig folgen, einem weißen „R“ auf gelbem Grund“). Von Bahnhof Rheinbrohl aus sind es etwa 2,5 km Fußweg durch den Ortsteil Arienheller.

Man kann auch mit der Buslinie 370 (Linz-Neuwied-Koblenz) bis zur Haltestelle Rheinbrohl-Handwerkskammer fahren. Von dort sind es noch ca. 1 km Fußweg. Dieser Bus fährt in der Woche häufiger, sonntags jedoch nur alle 2 Stunden!

Weiterführende Informationen:

Beschreibung:

Neben "Ausprobieren" kommt auch die Information nicht zu kurz

Neben „Ausprobieren“ kommt auch die Information nicht zu kurz

Die RömerWelt ist ein „Erlebnismuseum“ am Caput Limitis, dem Beginn des Obergermanischen Limes, der rechtsrheinisch am Rhein bei Rheinbrohl beginnt und sich bis zur Donau erstreckt. Das Museum wurde im Jahr 2008 eröffnet und dient gleichzeitig als Limes-Informationszentrum des Landes Rheinland-Pfalz.

Das Konzept dieses Museums sieht vor, daß der Besucher den Alltag und das Leben der Auxiliar-Hilfstruppen und Zivilisten am Limes nicht nur – wie in einem herkömmlichen Museum – betrachtet, sondern selbst erfahren kann. Das heißt, Anfassen und Mitmachen ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht.

Besucher aller Altersklassen sollen hier Wissenswertes über den Alltag, Handel, Handwerk der Soldaten an der Grenze zu Germanien und der zivilen Einheimischen erfahren und „begreifen“, das Museum richtet sich dabei durchaus nicht nur an Kinder.

Sammlung und Aufmachung:

Das Museumsgelände umfasst etwa 6000 Quadratmeter. Es gibt ein großes Hauptgebäude, in dem Themenbereiche rund um den Limes gezeigt werden, wie z.B. der Limes als militärische Grenze oder der Limes als Handelszone. Hierbei umfasst das Museum – im Gegensatz zu „herkömmlichen“ Museen – keine antiken Schaustücke in Vitrinen, sondern Gegenstände des praktischen Lebensalltags der hier stationierten Hilfstruppen und der Einheimischen, die mit ihnen Handel trieben.

Eine Multimedia-Station lädt zu einem römischen Quiz ein

Eine Multimedia-Station lädt zu einem römischen Quiz ein

Alle Gegenstände können berührt und „erlebt“ werden. Zum Beispiel gibt es einen Wagen mit germanischen Handelswaren wie Seife oder blonden Haaren, die im Mittelmeerraum als Perücken für die gehobene Dame sehr begehrt waren. Alle Gegenstände können in die Hand genommen und untersucht werden. Es gibt zum Beispiel auch die Möglichkeit, typische römische Kräuter und Gewürze zu riechen.

Man kann sich auch römische Kleidung anziehen, zum Beispiel die Kleidung einer römischen Frau oder den Helm eines Soldaten. Für scheue Leute ist das Museum sicher nichts, man muß schon Spaß an der Sache haben und am besten geht man dort mit Freunden hin, denn gemeinsam macht es noch mehr Spaß, alles zu untersuchen (und natürlich auch Unsinn anzustellen). Es ist für Erwachsene wie für Kinder gleichermaßen geeignet.

In einem Nebengebäude jenseits des geräumigen Innenhofs, in dem ein Teil des Limes mit Erdwall und Holzmauer rekonstruiert ist, gibt es weitere Räume, in denen ein Mannschaftsquartier (Contubernium für 8 Soldaten) nachgebaut ist, sowie Räume, in dem römisches Handwerk, römische Handarbeit oder römische Spiele aufgebaut sind. Die Spiele können alle gespielt werden, Anleitungen liegen aus.

Der geräumige Innenhof wird als Veranstaltungsplatz genutzt, denn die RömerWelt bietet viele Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen an.

Typische germanische Handelswaren können berührt und untersucht werden

Typische germanische Handelswaren können berührt und untersucht werden

Es gibt im Außenbereich auch weitere Informationen zu römischer Küche, Getreidemühle, funktionierende römische Backöfen, die regelmäßig zu Veranstaltungen zum Brotbacken verwendet werden, einen Kräutergarten zum Riechen, und eine Pfahlramme, wie sie zum Brückenbau über den Rhein verwendet wurde und die gemeinsam in Bewegung versetzt werden kann. Als neuste Attraktion kam im Jahr 2015 ein römischer Kran dazu, der zu bestimmten Veranstaltungen auch vorgeführt wird.

Selbst der große Spielplatz für Kinder im Außenbereich hat einen informativen Hintergrund: er hat die Form eines havarierten Schiffes auf dem Rhein und kann erklettert und bespielt werden. Daneben gibt es dort auch einen Wachturm im Mini-Format.

Abgerundet werden die vielen Mitmach-Gegenstände im gesamten Museumsbereich durch fachkundige Informationstafeln, die viel Wissenswertes über den Limes und das Leben am Limes vermitteln, sowie multimediale Stationen.

Öffnungszeiten:

Die RömerWelt ist vom 16. März bis 10. November geöffnet.

Öffnungszeiten Dienstags bis Freitags von 10-17 Uhr, Samstags und Sonntags von 10-18 Uhr. Montags geschlossen.

In der Winterpause ist die Öffnung nach Absprache für Gruppen mit Führung möglich.

Eintrittspreise, Führungen und Veranstaltungen:

Erwachsene zahlen 4,50€. Kinder ab 7 Jahre, Studenten, Senioren 3,50€., mit Behindertenausweis 3€.

Wichtig ist es vor allem, Spaß an der Sache zu haben, dann wird die Römerwelt zu einem echten Erlebnis

Wichtig ist es vor allem, Spaß an der Sache zu haben, dann wird die Römerwelt zu einem echten Erlebnis

Es besteht die Möglichkeit, Saisonkarten zu erwerben (19€ für Erwachsene, 14€ Kinder und ermäßigt).

„Klassische“ Führungen, wie man sie von anderen Museen kennt, gibt es nicht, da das Museum so zugeschnitten ist, daß man es „auf eigene Faust“ erkunden kann. Bei Bedarf können aber Spezialführungen für Gruppen gebucht werden, die dann jeweils auf die Interessengebiete und Altersklasse der Gruppe zugeschnitten sind (diese müssen 5 Tage im voraus angemeldet werden).

Es gibt, dank des Konzeptes als Erlebnismuseum, zahlreiche Sonderveranstaltungen, die das Konzept des „Selber-Erfahrens“ unterstützen und sich an alle Interessengruppen und Altersklassen richten, wie „Limesreiter und Waffentechnik“ mit der Schießvorführung einer römischen Ballista und Darstellungen der Limesreiter im Bogenschießen. Dazu gibt es Backtage, Spanferkelessen, Limeswandertage, Vorträge oder kreative Kräuterküche. Es werden auch mehrstündige Workshops für römisches Bogenschießen angeboten.

Der Höhepunkt des Jahres sind die Römertage, die jedes Jahr im Mai stattfinden und die jeweils unter einem Motto stehen.

Im Jahr 2014 lautet das Motto zum Beispiel: „Die Germanen kommen!“. Hier zeigen die Gruppe „Ars Replika“ (ein Verein für lebendige Archäologie, der auf Germanen des 1. Jahrhunderts spezialisiert ist) und die XXVI Cohorte Rheinbrohl das Leben am Limes: es gibt ein Römerlager, in dem römisches Militärwesen demonstriert wird, ein germanisches Bauern- und Handwerkslager, Alltag, germanische Fischereitechnik und – was eine Besonderheit ist – einen germanische Kultplatz mit Darstellung eines Begräbnisses. Römische und germanische Militärausrüstungen werden einander gegenübergestellt und die Vor- und Nachteile erklärt, es gibt viele Mitmachaktionen wie Blechstanzen oder Backen. Der Schwerpunkt liegt bei der Darstellung, wie am Limesdurchlass Handel getrieben und gefeilscht wurde und wie die Kulturen miteinander in Kontakt kamen. Hierbei wird Wert auf authentische Darstellung und archäologisch fundierte Vermittlung von Information gelegt und nicht auf pseudo-römischen Mummenschanz (wie es zum Beispiel bei Mittelaltermärkten oft der Fall ist, deren Darstellung des Mittelalters eher der Phantasie und Romantik der rollenspielenden Neuzeit entspringen). Neben der Unterhaltung ist deswegen auf jeden Fall auch ein Lerneffekt gegeben!

Bei der regelmäßigen Veranstaltung „offenes Contubernium“ kann das Leben der Soldaten in den Mannschaftsquartieren hautnah miterlebt werden.

Es werden auch mehrtätige Reisen zur Römerwelt im Rahmen der KreativReisen Limes angeboten (Themen: Kräuterküche und Bogenschießen).

Ein weiterer Höhepunkt der Saison ist der alljährliche Limes-Wandertag zu Christi Himmelfahrt, der an der Römerwelt beginnt und entlang des Limes-Lehrpfades sowie eines rekonstruierten Wachturms in den Westerwald führt, von dem aus man eine tolle Sicht bis in die Eifel hat. Ein Quiz für die Teilnehmer lockert den Event auf, ebenso die vielen Stationen auf dem Weg, auf denen man z.B. römisches Essen probieren, Kräuter kennenlernen oder etwas über Köhlerei erfahren kann. Hier ist auch immer die XXVI Cohorte Rheinbrohl vor Ort, die an der Waldhütte beim Limes-Lehrpfad einen Einblick in das römische Auxiliar-Militärwesen gibt. Die Wanderung geht zum Teil kontinuierlich bergauf, ist jedoch nicht sonderlich schwierig zu bewältigen und für die ganze Familie geeignet. Festes Schuhwerk sollte man jedoch anziehen. Den Rückweg zur Römerwelt kann man entweder mit der Pferdekutsche bestreiten oder zu Fuß zurücklaufen. Alle Beteiligten, die für die Unterhaltung an den Stationen sorgen, sind mit großem Spaß und Elan bei der Sache, so daß der Limes-Wandertag eine lohnenswerte Alternative zum üblichen Christi-Himmelfahrt-Böllerwagenspektakel darstellt.

Sonstiges:

Rekonstruktion des Limes im Innenhof

Rekonstruktion des Limes im Innenhof

Es gibt einen Museumsshop, der einige Repliken, Bücher, antike Spielsachen und Tonwaren, römische Mitbringsel und regionale Souvenirs im Angebot hat.

Das Personal in der RömerWelt ist sehr freundlich und läßt einen in Ruhe gewähren, so daß man sich nach Herzenslust dort austoben kann.

Das ganze Museum ist behindertengerecht und für Rollstuhlfahrer geeignet.

Auch Wanderfreunde kommen auf ihre Kosten. Bei der Römerwelt beginnt der 8,4 km lange Römerweltweg, auf dem man den Limes erkunden kann. Hierbei gibt es sowohl Stellen, an denen der Limes im Originalzustand erhalten ist, als auch rekonstruierte Abschnitte. Dazwischen befinden sich Palisadennachbauten, eine Ausgrabungsstelle, Wall- und Grabennachbau und einen begehbaren Holz-Aussichtsturm, von dem aus man gute Sicht bis in die auf der anderen Rheinseite gelegene Eifel hat. Ebenfalls bei der Römerwelt beginnen die Fernwanderwege Westerwald-Steig, Limeswanderweg und Rheinsteig, die sich hier kreuzen.

Ein weiteres sehenswertes Ausflugsziel in der Nähe ist Wachturm Nummer 1, eine Rekonstruktion des ersten Wachturms am Beginn des Limes bei Rheinbrohl.

Fotografieren ist überall erlaubt!

Die Pfahlramme ist durch ihre Größe und Wucht sehr beeindruckend

Die Pfahlramme ist durch ihre Größe und Wucht sehr beeindruckend

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